Palestine Update Nr. 383 – Aufruf zur Kameradschaftlichkeit

Palestine Update Nr. 383 – Aufruf zur Kameradschaftlichkeit

 

 

Unter diesem Titel wurde bereits Nr. 379 am 21. Juni verschickt, jedoch sind versehentlich zwei nicht unwichtige Teilstücke nicht mit aufgenommen worden; diese kamen dann als Nr. 383 am 2. Juli bei mir an. Die ursprünglich versandten Teile wurden etwas verkürzt noch einmal gebracht. Ich konzentriere mich bei diesem Papier nur auf die beiden Teile, die bei der Erstellung von Nr. 379 nicht mitgegangen waren … Die Übersetzerin

 

*Heiliger Stuhl an USA und Israel: Einseitige Aktionen gefährden den Frieden im Mittleren Osten*

https://www.churchtimes.co.uk/media/5669631/pa-53246217-20200617134934616_web.jpg?center=0.36651583710407237,0.46525679758308158&mode=crop&width=818&height=500&rnd=132369629210000000(Bild: Der Heilige Stuhl bestätigt die Zweistaatenlösung für das Israel/Palästina-Problem)

Das Presseamt des Heiligen Stuhls brachte am Mittwoch abends (30. 6.?) eine Presseaussendung heraus über ein Treffen, das am Dienstag stattgefunden hatte. „Kardinal-Staatssekretär Parolin traf die Botschafter von USA und Israel“, ist dort zu lesen. Bei dem Treffen sprach der Staatssekretär die Bedenken des Heiligen Stuhls an „über mögliche  ein-seitige Aktionen, die die Suche nach Frieden zwischen Israelis und Palästinensern gefährden und zu einer delikaten Situation im Mittleren Osten führen könnten“.

Die Stellungnahme geht weiter: „Wie bereits am 20. November 2019 und am 20. Mai 2020 erklärt, hat der Heilige Stuhl darauf hingewiesen, dass der Staat Israel und der Staat Palästina das Recht haben zu existieren und in Frieden und Sicherheit innerhalb der international anerkannten Rechte zu leben. Daher ersucht er die Parteien, alles zu tun, was möglich ist, um den Prozess direkter Verhandlungen wieder zu eröffnen auf der Basis der zutreffenden Resolutionen der Vereinten Nationen und unterstützt durch Maßnahmen, die das gegenseitige Vertrauen wieder herstellen können, sodass sie „den Mut haben, Ja zu sagen zur Begegnung und nicht zum Konflikt: Ja zum Dialog und nicht zur Gewalt; Ja zu Verhandlungen und nicht zu Feindseligkeiten; Ja zum Respekt für Abkommen und nicht zu Akten der Provokation; Ja zu Ernsthaftigkeit und nicht zur Doppelzüngigkeit (Papst Franziskus, Aufruf zum Frieden, Vatikanische Gärten

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Quelle: Facebook Link:            =239c002196&e

 

*Zuerst Galiläa, wenn es der Welt ernst ist mit Israel und Palästina

(Eine Geschichte, die gelesen werden muss!)*

Ausschnitt aus einem Artikel von Sam Bahour über ein Gespräch mit dem Anwalt Sabri Jiryis. (Bild im Originalartikel:Die beiden stehen auf dem Dach der 113 Jahre alten St. Elias Kirche im palästinensischen Dorf Fassouta im westlichen Galiläa.)

Sam Bahour ist Palästinensischer Amerikaner aus Youngstone/Ohio; er lebt in Al Bireh und ist Politikberater von ‚Al-Shabala – The Palestine Policy Network‘ und schreibt häufig unabhängige Artikel und Kommentare zu Palästina, Co-Autor von „HOMELAND, mündliche Geschichte von Palästina und den Palästinensern“ Blog: www.epalestine.ps@SamBahour

…Die erschreckende Realität der palästinensischen Gemeinden innerhalb von Israel – in Orten wie Akka, Haifa, Nazareth, Jaffa und dem Negev – ist nicht, dass ihnen angeschafft ist, im Bus hinten zu sitzen; einen solchen eklatanten Rassismus könnten sie sich nur wünschen. Hier ist der Rassismus vielschichtig, ideologisch, gut getarnt, von Staat unterstützt, usw. Wenn jemand meint, dass das Stoppen der nächsten israelischen Annexion von zusätzlichen Teilen der Westbank den Frieden näherbringen könnte, wäre er/sie gut beraten, die Schale von der demokratischen Fassade abzuschälen, einer, die einen israelischen Plan mit einem einzigen Ziel im Kopf hat – die Kampagne zur ethnischen Säuberung der Palästinenser fertig zu stellen – und die an beiden Seiten der Grünen Linie mit der Schaffung des Staates Israel angefangen hat.

Ich beobachtete den Staat von palästinensischen Bürgern in Israel bei einer Reise ins nördliche Israel 2012. Die Reise fand an einem schönen Herbsttag statt, ich saß im Wohnzimmer eines Freundes im Dorf Fassouta im nördlichen Zipfel von Israel und nahe der libanesischen Grenze, in dem Teil von Israel, den sie Galiläa nennen. Dort sind die palästinen-sischen Bürger von Israel konzentriert. Fünf Generationen saßen in einem Zimmer. Wie in der palästinensischen Gesellschaft zu erwarten, ging das Gespräch über Kurzem über Politik. Aber diese politische Diskussion nahm eine andere Drehung als das, was die meisten jener, die diesen Konflikt verfolgen, gewohnt sind. Das Thema hatte zu tun mit den palästinensischen Bürgern in Israel und wie die israelische Regierung sie systematisch und strukturell diskriminiert. …

Anm: Vielleicht findet sich der ganze Artikel im angegebenen Blog. Ich bekam ihn per Mail zugeschickt)    

 (Übersetzung: Gerhilde Merz)