Den Stab weitergeben

SicherheitsPalestine Update Nr. 146 – 12. Juni 2018

Den Stab weitergeben

Meinung

Der folgende Artikel „Die palästinensische Führung auf den Kopf stellen: die Rolle der Jugend“ ist ein herausforderndes Stück von Al-Shabaka zum Augen öffnen und Nachdenken  (https://facebook.us14.list-manage.com/track/click?u=70813d3d15ac4637582781b8e&id=2f9a5524ab&e=267525e738)

Das Palestine Policy Network hat die Mission, die öffentliche Diskussion über die Menschenrechte in Palästina und die Selbstbestimmung innerhalb des Rahmens der Völkerrechte zu führen und dazu zu erziehen. Al Shabaka ist ein Think-tank ohne Grenzen oder Mauern, der auf das breit angelegte Wissen und die Erfahrung des palästinensischen Volkes hinführen möchte, ob es sich unter Okkupation, im Exil oder in Israel befindet, um so das breitest mögliche Spektrum der Perspektiven in die Debatte über Politik und Strategie zu erreichen. Er kommuniziert auch Ideen und Strategien zur Behebung des Konflikts zwischen  Palästina und Israel, und tut dieses sowohl für palästinensische Gemeinschaften wie auch für Araber und andere politisch interessierte Gruppe und interessierte Parteien weltweit.

Der Artikel fordert jene heraus, die sich langsam gestatten, ihre Hoffnungen schwinden zu lassen, das politische Opium zu absorbieren. Die Herausforderung ist es, politischer Führung einen neuen Anstoß zu geben und die derzeitige Führung abzulösen – die eher darauf zugeht, sich indirekt mit der Besetzung abzufinden als sie zum Verschwinden zu bringen. Ein neues Zusammenspiel von alten und jungen Führern versucht jetzt „Fehler der Vergangenheit zu vermeiden und sicher zu stellen, dass Freiheit in ihrer Lebenszeit erreicht wird“. Diese Generation will begeistern, Leute durch einen neuen Diskurs zu führen, um Befreiung zu transformieren und zu erreichen. Es waren damals die Jungen, die das Kernstück der ersten Intifada bildeten, und der zweiten Intifada.

Heute ist dieser Schwung vorüber. Eine statische palästinensische Führerschaft hat – nach 20 Jahren – eigentlich null Ausgeglichenheit in Sachen politischer Instrumente, die das Vorzeichen für eine Befreiung sein können. Nicht nur hat sich die Okkupation festgekrallt  und die Kolonisierung ist als Grund-Realität aufgetaucht; das ist auch geschehen mit der schweigenden Zustimmung einer alternden und zustimmenden Führung, die selbst von der Okkupation Gewinne hat. Sie sind eine aufgebrauchte Kraft und man kann seine Hoffnungen und Begeisterung nicht auf solche Führer setzen.

Gerade die Tatsache, dass der rabiate Kolonisator Avigdor Lieberman den Aktivismus der palästinensischen Jugend als gesetzeswidrig betrachtet und sie auf die Liste der Terroristen setzt, zeigt, dass das israelische Establishment Angst bekommt. Lieberman sieht, wie „tausende junge Palästinenser quer durch die Westbank und den Gazastreifen und in der Diaspora, in jedem Dorf und jeder Stadt und in den Flüchtlingslagern aufblühen“. Sie begeistern sich für ein besseres Leben und wissen, „dass die Okkupation und die PA als ihr Regierungskörper Hindernisse auf ihrem Weg sind“. Sie sind auch schlau und arbeiten in der Stille, entfernt vom Blitzlicht, und bereiten sich geduldig auf das Reifen des richtigen Moments vor. Sie wissen, dass, wenn der Augenblick da ist, drei Faktoren ins Spiel kommen: Der Weg der Palästinenser muss übergehen von riskant nach hoffnungsvoll; die Schwelle der Macht muss überwunden werden; und sie müssen erhobenen Hauptes den Kräften der Okkupation entgegen treten: In der Tat, die Vergangenheit kann nur transformiert werden, wenn die derzeitigen Machtstrukturen als status quo unbrauchbar sind.

Ranjan Solomon

 

Die palästinensische Führung übernehmen – Die Rolle der Jugend

von Fadi Quran

Anstatt die Okkupation zu Ende zu bringen haben die derzeitigen Führer und ihre Institutionen einen Schlüsselanteil davon übernommen. Aber eine neue Generation von Führern taucht langsam auf. Ihr Ziel ist es, einen neuen Rahmen für den palästinensischen Kampf aufzubauen, der die Fehler der Vergangenheit vermeidet und sicher zu stellt, dass die Freiheit noch während ihrer Lebenszeit erreicht wird. Ihr erfolgreicher Eintritt in die Führung wird beides erfordern: sowohl einen Kreislauf wahrzunehmen, der Veränderungen blockiert, wie auch diesen zu zerbrechen.

Wenn man die frühere und die derzeitige palästinensische Führung betrachtet, kann man einen zyklischen Übergang beobachten, bei welchem Mitglieder der Elite zuerst die Legitimität zur Führung erwerben durch eine Kombination von traditionellen Strukturen und Unterstützung aus dem Ausland. Die Legitimität des Großmufti von Jerusalem, Amin al-Husseini zum Beispiel gründete sich auf seine religiöse und familiäre Autorität und wurde durch das ottomanische Reich und dann durch das britische Mandat gefördert und institutionalisiert. Ahmed Shuqeiri’s Legitimierung leitete sich ab von der Arabischen Liga wie auch von seiner hohen Bildung und seinen familiären Bindungen, wo hingegen die Legitimation von Präsident Abbas sich auf die Loyalität der Fraktionen innerhalb der Fatah stützte und erheblich von der USA und Israel getragen wurde.

Diese Führer und die Institutionen, denen sie vorstehen, sind nicht in der Lage, volksnahe Sehnsüchte weiterzugeben und das führt zur Stagnation und allgemeinen Ablehnung. Das führt zu einem Machtkampf zwischen Palästinensern und dieser vollzieht sich häufig zwischen den Generationen und ist sehr destruktiv. Der Kampf endet, wenn eine nationale Tragödie ausbricht und diese die kontroversen Gruppen entweder vereint oder zerstört. Während dieser historischen Momente des nationalen Chaos taucht eine neue Generation von Führern auf, die die Öffentlichkeit fasziniert und zur revolutionären Legitimität kommt, die sie an die Spitze trägt.

Bei jeder Drehung dieses Kreislaufes nehmen gegenwärtige Führer entweder den neuen Diskurs auf und kooptieren Mitglieder der neuen Generation, oder sie halten ihren Status über die Intervention ausländischer Parteigänger, die die Aufrührer entweder töten oder einsperren. Ein Beispiel dieser Dynamik ist der Tod von Izz Al-Din Al-Quassam, und später der Anführer der Revolte von 1936, die von den Briten mit großer Brutalität niedergeschlagen wurde. Yasser Arafat’s Eroberung der PLO von Shuqeiri in den 1960ern, bei der Arafat Mitglieder der neuen Generation aufnahm, ist anders. Solche Übergänge fanden auch während der Ersten Intifada auf lokaler Ebene statt, und mit der schrittweisen Übernahme in Gaza durch die Hamas und nach der Zweiten Intifada. (https://facebook.us14.list-manage.com/track/click? u=70813d3d14ac4637582781b8e&id=cb3b19b467&e=267525e738)

Die dritte Phase dieses Kreislaufes sieht das Emporkommen einer technokratischen Klasse, einer Generation von Führern, die versucht, die Institutionen wieder aufzubauen oder zu ersetzen, die im internen Konflikt zerstört worden waren. Diese Führer sind oder halten sich für die Baumeister der Institution, und obwohl sie selten die Spitze der Macht erreichen, sind sie in der Lage, eine bemerkenswerte Autorität zu erlangen. Diese Baumeister können viele Formen für ihren Zugang zum Wiedererstarken der Gesellschaft aufnehmen, vom revolutionären bis zum neoliberalen. Beispiele dafür sind Khalil al-Wazir, der bedeutendste unter den Gründern der Fatah, der unübertroffen war im langsamen Wiederaufbau der nationalen Bewegung in Palästina nach dem Fehlschlag der PLO im Libanon. Er wurde von Israel in Tunesien ermordet, weil er den Grundstock für die Erste Intifada legte. Ein anderes Beispiel ist Salam Tayyad, der einen vom Westen unterstützten neoliberalen Institutions-Aufbauprozess in Palästina nach der Zweiten Intifada verfolgte. Unabhängig von ihren politischen Präferenzen haben die Baumeister oft nur kurzlebige Erfolge erzielt, weil sie dazu neigten, mit tiefer verwurzelten Machtstrukturen zusammen zu krachen. Diese Phase des Kreislaufes endet oft mit der Rückkehr zur ersten Phase, bei der eine kleine Gruppe von Eliten, unterstützt durch Kräfte von außen die Kontrolle übernehmen.

Heute scheint dieser Kreislauf blockiert zu sein. Einer versteinerten palästinensischen Führung ist es gelungen, mehr als zwei Jahrzehnte lang an der Macht zu bleiben. Der institutionelle Rahmen, der durch die Osloer Abkommen – eine palästinensische Autorität (PA), ohne Autorität, die unzureichende administrative Dienste zu bieten hatte, niedrige Arbeitsraten, und Sicherheit für Israel – entstanden war, regiert heute noch unterworfene Palästinenser in einem besetzten palästinensischen Land. Die PA wurde zur Pufferzone zwischen den Palästinensern und der israelischen Besatzung, einer, die die Besetzung im Großen und Ganzen gutheißt. Inzwischen hat die PA mit schwerer ausländischer Assistenz die sozio-ökonomische Landkarte der palästinensischen Gesellschaft durch zunehmende Ungleichheit, Erweiterung der politischen Teilungen, und sogar dem Versuch, die mediale und Erziehungslandschaft zu verändern, transformiert, um alle Formen eines wirksamen Kampfes gegen die Okkupation zu schwächen.

Das Ergebnis dieser Entwicklungen, kombiniert mit den immer schlechter werdenden regionalen politischen Verhältnissen hat auch die scharfsinnigsten Beobachter des israelisch-palästinensischen Konflikts zu dem Schluss gebracht, dass der palästinensische Freiheits-kampf im Argen liegt. Aber man braucht nur ein wenig genauer hinschauen um zu sehen, dass etwas im Umbruch ist. Eine neue Generation von Palästinensern organisiert sich und nimmt zu an Stärke. Sie warten auf den richtigen Augenblick, um den status quo zu transformieren und den Moment zu schaffen, der die Okkupation  beendet. Die israelische Sicherheits-einrichtung sieht das kommen, obwohl sie diese Dynamik nicht voll verstehen mag. Warum sonst würde der Verteidigungsminister Avigdor Liebermann die palästinensische „Jugendbewegung“ mit Bann belegen und sie auf die Liste der Terroristen stellen? Tatsächlich gibt es keine Organisation oder organisierte Körperschaft im Bereich Palästinas, die „Youth Movement“ heißt. Eher ist der Terminus Al-Hirak Al-Shababi am meisten gebraucht, wenn man auf irgendeine soziale oder politische Aktion hinweist, die von  Jugendlichen geleitet wird. Was bekümmert Lieberman so? Warum hält die Palestinian General Intelligence (Sicherheitsorgan Palästinas) eine Aufzeichnung bereit über „von Jugendlichen geleiteten Aktivitäten?

Im Laufe der letzten fünf Jahre habe ich tausende junge Palästinenser in der Westbank, im Gazastreifen und in der Diaspora getroffen und mit ihnen gesprochen. In jeder Stadt, jeder Ansiedlung, jedem Flüchtlingslager blühen die Jugendgruppen. Die meisten beschäftigen sich mit lokalen Fragen und arbeiten als Volontäre. Sie erscheinen unpolitisch und sind an keine Partei gebunden. Diese Gruppen scheitern oft, fallen auseinander und verwenden das Gelernte, um etwas Neues zu versuchen. Ihr Wachsen ist keineswegs linear, aber das Gelernte ist außergewöhnlich. Die treibenden Fragen dieser Gruppen sind: Was brauchen wir, um ein besseres Leben zu haben? Was ist unser Lebenszweck? Wie erreichen wir diesen? Nachdem sie diese Fragen gestellt haben, dauert es nicht lange, bis sie entdecken, dass die Besetzung und die PA als ihre Regierungskörperschaft Hindernisse sind auf ihrem Weg. Der Schwerpunkt dieser Generation liegt bei Graswurzel-Aktivitäten und ihre Fähigkeit, die PA als ein Hindernis für eine echte Befreiungsbewegung zu begreifen, ist grundsätzlich für ihr Potential, das stagnierende palästinensische Führungsmodell zu transformieren.

Weiter: Viele junge Leute in Palästina sind über den status quo verzweifelt.  Das sieht man am klarsten an den palästinensischen Universitäten, die sich von Leuchtfeuern für die Befreiung zu Fabriken für Enttäuschung entwickelt haben. Waren sie einmal das Mistbeet des palästinensischen politischen Kampfes, so produzieren die Universitäten heute junge Männer und Frauen, die auf zwei Dinge fokussiert sind: einen gutbezahlten Job oder eine Gelegenheit zu emigrieren. Obwohl Jugendgruppen im Campus aktiv sind und Zeichen der Hoffnung vermitteln, haben die Sicherheitskräfte in der Westbank und die Streitkräfte der Hamas in Gaza studentische Politik und Freude an Wahlen zu einem Schatten von dem, was es einmal war, gemacht und abgesichert, dass überflüssige Slogans und Ängste sich über echtes Organisieren und Hoffnung legen.

Dennoch, trotz dieser repressiven Praktiken hat die neue Generation ihre palästinensische Identität und ihre Träume von Freiheit nicht aufgegeben. Viele bereiten sich auf einen Kampf für ihre Freiheit unter der rechten Führung vor: einer, an dem sie teilnehmen und der sie vertrauen können. Diese neue Generation von Führern lernen von den Erfahrungen der Vergangenheit und haben sich weise dafür entschieden, in der Stille zu arbeiten, weit weg vom Scheinwerferlicht, und sich geduldig vorzubereiten, bis der Moment reif ist.

Den Moment zu identifizieren wird jedoch schwierig sein, weil drei Stufen in Reihe gebracht werden müssen: a) die Hoffnung wieder anzünden. Die palästinensische Straße muss sich zum Glauben durchringen, dass eine bessere Zukunft möglich ist; b) die Schwelle zur Macht über-winden: Die Jugend muss fühlen, die menschlichen Fähigkeiten und das Durchhaltevermögen zu haben, sich durch die Hindernisse hindurch zu quälen, die die PA und Israel ihr in den Weg legen können; c) Festzulegen, der Besetzung entgegen zu treten: gegeben, dass die PA und ihr Sicherheitsapparat ein Angelpunkt sind, um den status quo zu erhalten und dass jedweder innere palästinensische Streit vermieden werden kann, wird die Jugend den Moment finden, an dem die Okkupation einen so ernsten Akt setzen wird, dass sie viele Verantwortliche aus dem Apparat in den Kampf gegen die Besetzung hereinholen wird und weg von innerer Repression. Natürlich werden Israel und seine Unterstützer ihr Bestes tun, damit diese Stufen nicht wirksam werden, vom Töten der Hoffnung bis zur Arretierung dutzender jugendlicher Aktivisten. Der einzige Weg für diesen Moment, sich zu erheben, ist für die palästinensische Zivilgesellschaft und die jugendlichen Aktivisten, ihre Stärke aufzubauen und ihr soziales Selbstbewusstsein auszudehnen.

Wie werden diese jungen Leute die Fehler der Vergangenheit vermeiden und den oben skizzierten Kreislauf durchbrechen? Für den Erfolg einer neuen palästinensischen Führerschaft muss zuerst eine Kultur der Transparenz, Verantwortlichkeit und Rückbesinnung auf lokaler Ebene geschaffen werden. Egal, wie mächtig, spannkräftig und diszipliniert ein Führer ist, und egal, wie sehr sie ihre Heimat lieben und ihr Volk, sie sind alle Menschen. Nur durch die Entwicklung einer Kultur der Verantwortlichkeit kann eine Gemeinschaft Führer produzieren, die den Kampf voranbringen. Obwohl Palästina viele Führer hatte, hat keiner eine Kultur rund um sich entwickelt, die geholfen hätte, neue Führer zu gebären und sicher zu stellen, dass diese verantwortlich blieben. Diese Kultur zu schaffen ist nichts, das man nur mit Gesetzgebung und Regeln erreichen kann, es ist eine tägliche Praxis.

Führer auf allen Schichten der Gesellschaft, von Gruppen Freiwilliger bis zu Ministerien, können mit ihren Teams an einer klaren Vision für ihre Ziele arbeiten, die Verantwortung und spezifischen Ergebnisse jeder Person definieren und sicherstellen, dass Führer sich ihre eigenen und  die Resultate ihrer Teams zu eigen machen. Sie sollten den Team-Mitgliedern Feedback des Prozesses in der Öffentlichkeit erlauben, z.B. bei einem wöchentlichen Treffen, wenn die Aufgaben aufgewogen werden und das daraus Gelernte in einer kamerad-schaftlichen Weise diskutiert wird.

In einem solchen Prozess hilft der Gruppenleiter sicher zu stellen, dass das Team seine Vision in gemeinsamem Geist der Zusammenarbeit erreicht. Schließlich sichert dieses, dass jeder in der Gruppe Führer ist, denn die Führerschaft ist nicht wie in einem Nullsummen-Prozess festgelegt. Der Prozess mag nicht immer perfekt arbeiten, aber die gelernten Lektionen sind wertvoll, auch Lektionen darüber, wie das Ego des Einzelnen auf dem Weg zur Erzielung des Gruppenziels stehen kann. Am wichtigsten: die jugendlichen Teilnehmer werden sich einer Methode für Teamwork und Führung bewusst, die darüber hinausgeht, was sie in der lokalen Politik sehen. Auch wenn es nach einem Cliché klingen mag, ist es trotzdem wahr, dass nichts wirkungsvoller ist als Führen durch Beispiel und Lernen durch Ausprobieren.

Diese sich selbst beobachtenden Führer und ihre Kultur einer transformativen Führerschaft wird mit dem sozio-ökonomischen Umfeld und der politischen Elite zusammenstoßen, die eingerichtet und gestärkt ist durch internationale Player und Israel. Solch eine Führerschaft, die sich auf das Volk direkt oder indirekt stützt, wird das Ziel massiver Werbung sein, und wenn das versagt, Totschlag. Man kann argumentieren, dass Israel „das Gras aufwühlt“ in Gaza und der Angriff der PA auf Studenten- und Jugendpolitik präventiv versucht, sich abzeichnende Führer zu zerstören.

Während einige argumentieren, ein „ Alles umkehrender“ Zugang zur Reform werde die Probleme der Führung fixieren  – durch Neustrukturierung der PLO, zunehmende Repräsentation und dem Abhalten von Wahlen … unter anderen Strategien – machen laufende sozio-ökonomische Triebkräfte, die Realität der Besetzung und die internationale Intervention in die palästinensische Politik diese Bemühungen einer inneren Reform sie zu leichten Zielen für politische Manipulation. Es ist der authentische Wechsel auf lokaler Ebene, der das Problem von seinen Wurzeln her festlegen kann und eine dauerhafte Transformierung der Führung der palästinensischen Gesellschaft herbeiführt. Wenn es dieser Generation gelingt, wird dies nicht nur die Nation befreien sondern auch sicherstellen, dass die Zukunft jenseits der Befreiung schöner sein wird als viele von uns sich heute vorstellen können.

Fadi Quran ist Kampagneleiter von Avaaz und Gemeinschaftsorganisator für Volksbewegungen. https://facebook.us14.list-manage.com/track/click? u=70813d3d15ac4637582781b8e&id=83ffc8880c&e=267525e738

(Übers.: Gerhilde.Merz)