Lasst euch nicht ein auf Apartheid – Israels Eigentor gegen Argentinien

Palestine Update Nr. 144 – 7. Juni 2018

Lasst euch nicht ein auf Apartheid – Israels Eigentor gegen Argentinien

Meinung

„Jeder wird diese Entscheidung als Beitrag zum Frieden sehen“, sagte Tapia, der Manager der  argentinischen Fußballmannschaft; „die letzten 72 Stunden haben uns bewogen, nicht zu fahren“, betonte er, dass seine primäre Verantwortung darin liegt, sich um die Gesundheit und die Sicherheit des Teams zu kümmern. Das ausverkaufte Spiel in Jerusalem, das eigentlich am Samstag stattfinden hätte sollen, wurde von den Palästinensern stark angegriffen. Pro-Palästina-Aktivisten hielten am Dienstag eine Demonstration vor dem Sportzentrum ab, wo Lionel Messi und der Rest der argentinischen Mannschaft trainierten. Sie schwangen mit blutigroten Flecken verzierten Shirts des argentinischen Nationalteams als Fahnen. Der Oppositionsführer Isaac Herzog nannte den Hinweis ein „spektakuläres Eigentor“ von Regev, das Boykottierern des jüdischen Staates einen Sieg bescherte. Israel ist krank vor Angst, denn man weiß, dass diese Aktion einen Sturm des Protests entfachen könnte: „Das könnte unglücklicherweise zu einem internationalen Tsunami führen“. Der argentinische Schritt, der auf den Titelseiten aller wichtigen israelischen Tageszeitungen erschien, führte zu der Angst, dass er als Vorbild für zukünftige Boykotts von Jerusalem führen könnte, vor allem im Hinblick auf die Gastgeberschaft des für nächstes Jahr vorgesehenen populären Eurovisions-Song-Contest.

Der Chef der palästinensischen Fußball-Assoziation, Jibril Rajoub, hatte Argentinien gedrängt, das Match abzusagen, und hatte die arabischen Fußball-Fans aufgerufen, Poster des  argentinischen Kapitäns Lionel Messi zu verbrennen, wenn er teilnehmen würde. Mr. Rajoub hatte aufmerksam gemacht, dass das Stadion, in dem das Match ausgetragen werden sollte, zwar in Westjerusalem läge, jedoch in einem Stadtviertel, das auf dem Boden eines früheren palästinensischen Dorfes errichtet wurde, das in dem Krieg rund um die Erschaffung von Israel 1948 zerstört worden war. Er hatte die Fifa lange beschworen, Israel aus der internationalen Fußball-Föderation auszuschließen, und dabei die israelischen Reiserestriktionen für palästinensische Spieler zitiert, und dass Israel Teams in Westbank-Siedlungen aufstellt.

Der junge palästinensische Fußballer Mohammed Khalil, der von einem israelischen Scharfschützen ins Knie geschossen wurde, wodurch seine vielversprechende Karriere als Fußballer beendet wurde, hat eine Video-Botschaft veröffentlicht: https://facebook.us14.list-manage.com/track/click?u=70813d3d15ac4637582781b8e&id=6381b5b132&e=267525e738

Das vorgesehene Spiel sollte Teil der israelischen „Festlichkeiten“ zum 70. Geburtstag Israels sein und stattfinden, während Israel eine verbrecherische Politik des „Schießens-um-zu-töten-oder-zu-verstümmeln“ gegen friedliche palästinensische Protestierer durchführt. Wäre das „Freundschaftsspiel“ ausgetragen worden, hätte das ein „Weißwaschen“ israelischer Verbrechen bedeutet und wäre damit pervers unfreundlich gegenüber Menschenrechten gewesen. Er fügte hinzu: „Israel verweigert allen Palästinensern, einschließlich Fußballern, ihr Recht auf Bewegungsfreiheit. Die offizielle Liga der israelischen Fußball-Assoziationen enthält auch illegale israelische Siedlungen, die palästinensische Gemeinden von ihrem eigenen Land vertreiben.“

Palestine Updates argumentiert unentwegt, dass nur die vollständige Isolierung des rassistisch-kolonialistischen israelischen Regimes dieses zur Vernunft bringen kann. Damit dieses ein Erfolg wird, sollten internationale Akademiker, religiöse Führer, Sozialaktivisten, Schriftsteller, mit/in den Medien Beschäftigte Palästina besuchen, um die Wahrheit über Israels Kolonialismus und rabiate rassistische Praktiken zu erkennen: „Kommt und seht“. Das „Messi-Eigentor“ mag nicht das Ende der Apartheid in Israel signalisieren; aber es setzt an zu einem potentiellen Torerfolg durch die BDS-Aktivisten rund um die Welt, die durch diese argentinische Aktion auf hohem Niveau noch mehr ermutigt werden.

Ranjan Solomon

Stimmen

Palästinenser begrüßen die Entscheidung Argentiniens, das Spiel in Israel abzusagen.

Die Palästinenser haben die Entscheidung der argentinischen Fußball-Mannschaft, sich von dem geplanten Freundschaftsspiel mit Israel zurückzuziehen, sehr begrüßt. Der Chef der palästinensischen Fußball-Assoziation, Jibril Rajoub, sagte in einer Pressekonferenz, dass die Entscheidung „auf der richtigen Spur“ liege: „Ich bin der Meinung, dass dieses den Statuten der FIFA entspricht und ihren Prinzipien und ihrer Mission, ethische Ansprüche und Werte zu vertreten, und eher Brücken zwischen den Völkern zu bauen als zum Instrument für politische Zwecke zu dienen“, und er fügte hinzu: „Die Israelis haben versucht, Messi zu benutzen und diese Stars aus Argentinien“.

Hierzu gibt es verschiedene Quellen unter der üblichen facebook.us14 -Angabe; ich werde den ganzen Link nur einmal ausführen, die Einzelstellen sind in der vorletzten =Angabe= Die Übersetzerin

https://facebook.us14.list-manage.com/track/click?u=70813d3d15ac4637582781b8e&id=749bbe6886&e=267525e738 =b7c53ac6a9&e=    =5aef3c4089&e=   =e91afed729&e=   =fb5fff9341&e=   

New York bringt Gesetz heraus, um Spenden für Pro-BDS Personen und Gruppen zu verbieten

Der Senat von New York brachte mit überwältigender Mehrheit ein Gesetz heraus, um den Staat daran zu hindern, sowohl Investitionen zu tätigen als auch Kontrakte mit Firmen, Einzelpersonen oder Organisationen abzuschließen, die sich für die BDS-Bewegung (Boykott, Divestment, Sanktionen) gegen Israel engagieren. Staatlichen Institutionen ist in New York derzeit verboten, direkt an einem Boykott gegen verbündete Länder teilzunehmen. Das laufende Gesetz, das noch durch die Gremien gehen muss, bevor es dem Gouverneur vorgelegt werden kann, würde den Bann ausweiten, Verträge oder Investitionen an nicht-staatliche Pro-BDS-Gruppierungen zu verhindern. Die Beamten würden „öffentlich zugängliche Information“ benutzen, um eine Liste von „Kompagnien, Organisationen oder andere Gruppierungen zusammenzustellen, die sich am Boykott von amerikanischen Verbündeten beteiligen“. Die „Advocacy Group Palestine Legal“ beschreibt die Verordnung auf ihrer Website als das Schaffen einer „vom Staat unterstützten Schwarzen Liste von Einzelpersonen, Organisationen und Gesellschaften“ und schwor, diese Verordnung beim Inkrafttreten in das Gesetz zu bekämpfen. https://facebook.us14.list-manage.com/track/click?u=70813d3d15ac4637582781b8e&id=ec9459d4c9&e=267525e738 Einen weiteren Link finden Sie als =0aad6530c4&e=

Werkstudenten der California University fordern Verzicht von israelischen Interessen

Eine Studentenvereinigung, die 16.000 Werkstudenten (?) der Universität von Kalifornien repräsentiert, drängte die Administratoren während laufender Vertragsverhandlungen, sich von Gruppierungen abzuwenden, denen vorgeworfen wird, von der „Unterdrückung von Palästinensern“ zu profitieren. Die UC Werkstudenten-Union (UAW Local 2865), deren Vertrag 2014-218 Ende Juni ausläuft, schrieb vergangene Woche per E-Mail eine Liste von „Initial Sunshine Demands“ für einen neuen Vertrag an ihre Mitglieder. Es geht um bessere Bedingungen im Geldverkehr, bei Krankenversicherung und Mietverträge, aber auch um die Verpflichtung, „Beteiligung von UC und soziale Verantwortung für finanzielle Praktiken“ zu verfolgen. Die Administratoren werden speziell aufgefordert, sich „von Gesellschaften fern zu halten, die von Gefängnisindustrie profitieren, von fossilen Brennstoffen, und von der Unterdrückung der Palästinenser, einschließlich mit Mitteln, die in UC Safe Harbour investiert werden“. Kein anderer Konflikt im Ausland wurde sonst wo in der Liste angeführt. https://facebook.us14.list-manage.com/track/click?u=70813d3d15ac4637582781b8e&id=9dc81a0fff&e=2675255e738

Boykott von Israel ist KEIN HASS-VERBRECHEN, stellt schottische Kommission fest

Ein von der schottischen Regierung kommissionierter Bericht bestätigt ein wichtiges legales Vorgehen durch die Aussage, dass „Feindseligkeit gegenüber einem politischen Gebilde“ nicht als Hass-Verbrechen betrachtet werden dürfen. Der von Lord Bracadale, einem führenden Mitglied der schottischen Gerichtsbarkeit, verfasste Bericht sagt aus: „Das Recht, sich an legitimem politischen Protest zu engagieren, ist ein Grundsatz einer demokratischen Gesellschaft.“ Als Beispiel wird eine schottische Kampagne für Solidarität mit Palästina (SPSC) als Boykott-Aktion gegen eine israelische Musikgruppe zitiert. Aktivisten für Solidarität haben diesen Bericht als einen „Gegenschlag“ zur sogenannten „Arbeitsdefinition für Antisemitismus“ der Internationalen Holocaust Erinnerungs-Allianz (IHRA) gefeiert, der vorschlägt – durch die Beispiele, die angeführt werden – dass eine gewisse Kritik von Israels Politik oder Maßnahmen in Bezug auf seine Verantwortlichkeit als eine Form von Anti-Semitismus behandelt werden sollten. https://facebook.us14.list-manage.com/track/trick?u=70813d3d15ac4637582781b8e&id=ec3a24828b&e=267525e738

Norwegen gibt „Grünes Licht“ für Boykott von israelischen Siedlunge

Städte, die Israels illegale Siedlungen boykottieren, verletzen die internationalen Verpflichtungen Norwegens nicht, hat ein Beamter im Außenministerium bekräftigt und  verpasste damit rechtsgerichteten Parteien einen Schlag, die versuchten, zwei solcher Boykotts in Städten zu verhindern. Audun Halvorsen, Staatssekretär im Außenministerium, sagte anfangs Mai, dass ein Boykott von „Gütern und Dienstleistungen, die in Siedlungen hergestellt werden, den internationalen Verpflichtungen Norwegens nicht entgegenstehen“. Seine Kommentare kamen nach drei Beschwerden von rechtsgerichteten Parteien, die Einspruch erhoben gegen Boykotts in Trondheim und Tromsǿ. Drei rechtsgerichtete Oppositionsparteien brachten eine Beschwerde beim Regierungsamt des Bezirks Tromsǿ ein und verlangten eine Regelung über die Legalität der Resolution. Zusätzlich forderte der Jüdische Weltkongress die norwegische Regierung auf, sich gegen den Siedlungsboykott von Trondheim zu stellen. – Aber, die Versuche, die lokalen Siedlungs-Boykotts zu blockieren, sind mit Halvorsens Kommentar vom Bezirk Tromsǿ fehlgeschlagen, der aussagt, dass solche Boykotts dem internationalen Handelsrecht nicht zuwiderlaufen. Lesen Sie weiter https://facebook.us14.list-manage.com/track/click?u=70813d3d15ac4637582781b8e&id=ct24a46beb&e=267525e738

/Übers. Gerhilde.Merz)