Palestine Update Nr. 386 – Ein jüdisch-zionistisches Zelt ist kein Platz für Palästinenser 12.7.20

Palestine Update Nr. 386 – Ein jüdisch-zionistisches Zelt ist kein Platz für Palästinenser

12.7.20

Meinung

*Ein jüdisch-zionistisches Zelt ist kein Platz für Palästinenser

 

Palestine Update Nr. 386 – Ein jüdisch-zionistisches Zelt ist kein Platz für Palästinenser

(Bild Rima Najjar)

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                                                         von Rima Najjar

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(Das Nachfolgende ist eine Sonntagslesung von 5 Minuten Länge, die Palestine Update mitgehört hat)

Image for post(beigefügt ist ein Bild von Peter Beinart – links und Bella Hadid – rechts) 

 

Heute früh bin ich aufgewacht durch zwei Artikel in den News, die ich über die Social Media empfangen habe. Der eine war ein Artikel, eine Proklamation von Peter Beinart, einem jüdisch-amerikanischen Kolumnisten, Journalisten und liberalen Politikkommentators. Er verursachte viel Lärm und wurde als „Grundsatzpapier“ bewertet. Der andere war ein gewöhnlicheres Ereignis, nur bemerkenswert, weil es dem international bekanntem Supermodell, Bella Hadid, passiert ist. Für mich verschmelzen die beiden Geschichten in eine einige, wie ich unten erklären werde.  

Ich werde meine Wiedergabe mit den grundsätzlichen Ansichten beginnen.

Durch die „Nachfrage nach Israels Existenz als jüdischer Staat“ hat Peter Beinart, der in der Sicht einiger Leute „der einzige liberale Zionist ist, den man ernstnehmen muss“, eine Menge Aufregung in den sozialen Medien verursacht, und Jubel unter einigen progressiven Anti-Zionisten, die sich lange mit Beinart und Leuten gleicher Meinung über dieses Thema auseinander gesetzt haben. Für einige jüdische Printmedien schreibend erklärt Beinart die würgende Angst so vieler anderer Juden, zu der diese sich typisch in der Öffentlichkeit bekennen. Zuerst stellt er die Frage: „Was macht jemanden zum Juden?“ und weist hin auf „das breite Zentrum des jüdischen Lebens – wo Macht und Respektabilität liegen“ und vor allem „die Unterstützung der Existenz eines jüdischen Staates“.

Dann weist Beinart diese Weltsicht zurück, eine Zurückweisung, die ihm vorkommt, „als spucke er in das Gesicht von Leuten, ‚die ich liebe und betrüge‘ Institutionen, die meinem Leben einen Sinn geben und Freude. Außerdem: Die jüdische Staatlichkeit war mir auch lange kostbar.  Daher habe ich gewisse rote Linien respektiert.“

Als nächstes realisiert er, was ihn veranlasst, eine „rote Linie“ zu überqueren. Als ein Ergebnis der Annexionspläne fing er an zu realisieren, dass jüdische Staatlichkeit dauernde israelische Kontrolle der Westbank bedeutet, und so begann er zum ersten Mal in seinem Leben zu überlegen, „ob der Preis eines Staates, der Juden mehr schätzt als Palästinenser, nicht doch zu hoch sei“. Er verkündet: „Es ist Zeit für liberale Zionisten, von dem Ziel der Trennung von Juden und Palästinensern abzugehen und dem Ziel, Gleichheit für Juden und Palästinenser den Vorzug zu geben.“ 

Und dann sagt er: „Das heißt nicht, den Zionismus aufzugeben … Israel ist eine jüdische 

Heimat im Land Israel.“ Was? Das hat für mich den Bann gebrochen – ein Palästinenser, der hineinhört in ein Gespräch unter Juden. Ich habe mir nicht die Mühe genommen, den Rest zu lesen (Es ist einziemlich langer Artikel). Für mich fühlte es sich nicht an „als würde die verdammte Mauerzerbröseln“, wie jemand schlau konstatiert hat. Ich hatte das Gefühl, als würde Palästina immer noch falsch bezeichnet werden als „das Land Israel“!

 

Was die Palästinenser fordern ist Dekolonisation, gefolgt von Versöhnung, was zuerst und vor allem ein Eingeständnis durch Leute wie Beinart bedeutet, dass Palästina Palästina ist und immer Palästina bleiben wird – nicht „das Land Israel“ – der traditionelle jüdische Name für ein Gebiet undefinierter geographischer Ausdehnung irgendwo in der südlichen Levante“.

 

Gehen wir weiter zur Geschichte von Bella Hadid. Dort steht zu lesen: ‚Am Dienstag hat das Model in seiner Instagram-Geschichte ein Foto vom Pass ihres Vaters Mohamed Hadid herumgehen lassen, auf dem der Platz seiner Geburt als Palästina angezeigt war, und fügte hinzu: „Ich bin stolz, Palästinenserin zu sein“. Das ‚Victoria Secret‘-Model, das der Herkunft nach Palästinenserin und Holländerin ist, fragte dann: „Dürfen wir auf Instagram nicht palästinensisch sein? Das regt mich auf.“

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(Bild: Plakat mit der Aufschrift: „Ich bin stolz, Palästinenserin zu sein“)

 

Am Ende des Tages entschuldigte sich Instagram bei Bella Hadid,

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weil sie das Bild vom Pass ihres Vaters genommen hatten. Ein Sprecher von Facebook,  Instagrams Schwester-Organisation, sagte zur Antwort in Page Six: „Um die Privatheit unserer Gemeinschaft zu wahren, erlauben wir den Leuten nicht, persönliche Informationen auf Instagram weiterzugeben, wie Passnummern. Im Falle, dass die Passnummer ausgelöscht war, sollte dieser Inhalt nicht weggenommen werden. Wir haben den Inhalt wieder hergestellt und uns bei Bella für den Fehler entschuldigt.“

 

Dieser Vorfall ist ein Zeichen der Macht und Reichweite der Ideologie von politischem Zionismus, trotz der Entschuldigung von Instagram, woran niemand glaubt. (Nimm wahr: YouTube zensiert Videos, die von „If Americans Knew“ hergestellt werden <https://facebook.us14.list-manage- com/track/click?u=70813d3d15ac4637582781b8e&id=017e7ca7b8&e=bb7a291c18> 

über das tägliche Leben für Palästinenser

<https://facebook.us14.list-

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Diese Ideologie macht das Streichen von Palästina und den Palästinensern aus der Erinnerungsberichteten nötig. Und wie Chris Barghout in einem Kommentar zu dieser Sache schreibt, die ich hier einfüge, ist die US-Regierung auch mitschuldig an dieser Streichung. <https://facebook/us14.list-manage.com/track/click?u=70813d3d15ac4637582781b8e&id=b0443a916f&e=bb7a291c18> 

 

Mein Vater wurde 1932 im Mandatsland Palästina geboren. Als er 1973 als Rückkehrer Bürger der USA wurde, kam sein Pass zurück mit dem Vermerk „geboren in Israel“. Er schickte ihn zurück – und zum zweiten Mal stand dort wieder „geboren in Israel“. Er kontaktierte einen Rechtsanwalt in New York City, und die Pass-Agentur sagte, es gäbe kein solches Ding wie einen ‚Palästinenser“. Wir verklagten die Regierung der USA und es ging bis zum Bundesgericht, wo bestätigt wurde, dass 1932 die US-Regierung Geschäfte mit Palästina gemacht hatte, und daher gab es ein solches Ding wie einen Palästinenser. Es kostete meinen Vater tausende Dollars bestätigen zu lassen, dass es ein solches Ding wie einen Palästinenser gab, und seither gibt es diesen Präzedenzfall, der anderen erlaubt, solches anzustreben. Seid euch aber klar, unsere Regierung war mitschuldig daran, die Existenz von Palästina und Palästinensern abzustreiten, bis sie gezwungen wurde, sich anders zu verhalten.   

Zionismus ist die Idee, dass Juden – aus verschiedenen Gründen – mit anderen Völkern nicht bequem koexistieren können und deswegen ein „Heimatland“ (homeland) brauchen, irgendwo, wo immer, um sich zu „sammeln“. 

Eine solche Idee ist inakzeptabel für jeden, dessen eigenes Land dieses begehrte „Homeland“ ist. Sie ist inakzeptabel, solange das Konzept einen überlegenen siedler-kolonialen Staat ein-schließt, und sie ist ähnlich inakzeptabel, selbst wenn sie „Gleichheit“ und einen „einzigen“ Staat beinhaltet, aber innerhalb des gleichen jüdischen siedler-kolonialen Paradigma verbleibt.

Über die „Konversion“ von Beinart schreibt Philip Weiss von Mondoweiss:

https://facebook.us14.list-manage.com(track/click?u=70813d3d15ac4637582781b8e&id=8fddb88fa9&e=bb7a291c18 

„Beinart’s Bestätigung von Ali Abunimah zeigt, dass die palästinensische Narrative vom Zionismus jetzt im jüdischen Zelt angekommen ist, und sie wird nie herauskommen“. 

„Die palästinensische Narrative vom Zionismus“ sieht wenig moralische Autorität oder 

Rechtmäßigkeit in irgendeinem von Israels Führern, angefangen bei den vorstaatlichen Machinationen des Landes auf der Weltbühne. Wenn Beinart einen Satz schreibt wie „Ein Kampf um Gleichheit könnte palästinensische Führer hervorbringen, die die moralische Autorität besitzen – die Abbas und der Hamas abgeht (laut Ayman Odeh, einem Mitglied der Knesset) – überlege ich, ob ein solcher Kampf israelische Führer „hervorbringen“ könnte (in der Vergangenheit oder in der Gegenwart), die ja in den Augen der Palästinenser keine moralische Autorität oder irgendwelche Rechtmäßigkeit besitzen. 

2015 schrieb Alice Rothschild, amerikanische Geburtshelferin (Hebamme?), Filmemacherin und Aktivistin für soziale Gerechtigkeit, in Mondoweiss:

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„Lasst liberale Juden um ihren Traum von Israel weinen, und bewegt euch vorwärts.“ Beinart muss in ein anderes Zelt übersiedeln. Palästinenser haben keinen Platz in einem zionistisch-jüdischen Zelt (Volksgebilde) jeglicher Art oder Form. Aber Israelis könnten einen Platz haben in unserem Zelt.“

Rima Najjar ist eine Palästinenserin, deren väterliche Familie aus dem gewaltsam entvölkerten Dorf Lifta in den westlichen Vororten von Jerusalem kommt; mütterlicherseits kommt sie aus einer Familie aus Ijzim, südlich von Haifa. Sie ist eine Aktivistin, Forscherin und pensionierte Professorin für englische Literatur an der Al-Quds Universität in der besetzten Westbank.

*Quelle:

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(übersetzt: Gerhilde Merz)

 

 

(Bild Rima Najjar)

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                                                         von Rima Najjar

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(Das Nachfolgende ist eine Sonntagslesung von 5 Minuten Länge, die Palestine Update mitgehört hat)

(beigefügt ist ein Bild von Peter Beinart – links und Bella Hadid – rechts) 

Heute früh bin ich aufgewacht durch zwei Artikel in den News, die ich über die Social Media empfangen habe. Der eine war ein Artikel, eine Proklamation von Peter Beinart, einem jüdisch-amerikanischen Kolumnisten, Journalisten und liberalen Politikkommentators. Er verursachte viel Lärm und wurde als „Grundsatzpapier“ bewertet. Der andere war ein gewöhnlicheres Ereignis, nur bemerkenswert, weil es dem international bekanntem Supermodell, Bella Hadid, passiert ist. Für mich verschmelzen die beiden Geschichten in eine einige, wie ich unten erklären werde.  

 

Ich werde meine Wiedergabe mit den grundsätzlichen Ansichten beginnen.

Durch die „Nachfrage nach Israels Existenz als jüdischer Staat“ hat Peter Beinart, der in der Sicht einiger Leute „der einzige liberale Zionist ist, den man ernstnehmen muss“, eine Menge Aufregung in den sozialen Medien verursacht, und Jubel unter einigen progressiven Anti-Zionisten, die sich lange mit Beinart und Leuten gleicher Meinung über dieses Thema auseinander gesetzt haben. Für einige jüdische Printmedien schreibend erklärt Beinart die würgende Angst so vieler anderer Juden, zu der diese sich typisch in der Öffentlichkeit bekennen. Zuerst stellt er die Frage: „Was macht jemanden zum Juden?“ und weist hin auf „das breite Zentrum des jüdischen Lebens – wo Macht und Respektabilität liegen“ und vor allem „die Unterstützung der Existenz eines jüdischen Staates“.

 

Dann weist Beinart diese Weltsicht zurück, eine Zurückweisung, die ihm vorkommt, „als spucke er in das Gesicht von Leuten, ‚die ich liebe und betrüge‘ Institutionen, die meinem Leben einen Sinn geben und Freude. Außerdem: Die jüdische Staatlichkeit war mir auch lange kostbar.  Daher habe ich gewisse rote Linien respektiert.“

Als nächstes realisiert er, was ihn veranlasst, eine „rote Linie“ zu überqueren. Als ein Ergebnis der Annexionspläne fing er an zu realisieren, dass jüdische Staatlichkeit dauernde israelische Kontrolle der Westbank bedeutet, und so begann er zum ersten Mal in seinem Leben zu überlegen, „ob der Preis eines Staates, der Juden mehr schätzt als Palästinenser, nicht doch zu hoch sei“. Er verkündet: „Es ist Zeit für liberale Zionisten, von dem Ziel der Trennung von Juden und Palästinensern abzugehen und dem Ziel, Gleichheit für Juden und Palästinenser den Vorzug zu geben.“ 

 

Und dann sagt er: „Das heißt nicht, den Zionismus aufzugeben … Israel ist eine jüdische 

Heimat im Land Israel.“

 

Was? Das hat für mich den Bann gebrochen – ein Palästinenser, der hineinhört in ein 

Gespräch unter Juden. Ich habe mir nicht die Mühe genommen, den Rest zu lesen (Es ist ein

ziemlich langer Artikel). Für mich fühlte es sich nicht an „als würde die verdammte Mauer

zerbröseln“, wie jemand schlau konstatiert hat. Ich hatte das Gefühl, als würde Palästina

immer noch falsch bezeichnet werden als „das Land Israel“!

 

Was die Palästinenser fordern ist Dekolonisation, gefolgt von Versöhnung, was zuerst und vor

allem ein Eingeständnis durch Leute wie Beinart bedeutet, dass Palästina Palästina ist

und immer Palästina bleiben wird – nicht „das Land Israel“ – der traditionelle jüdische Name 

für ein Gebiet undefinierter geographischer Ausdehnung irgendwo in der südlichen Levante“.

 

Gehen wir weiter zur Geschichte von Bella Hadid. Dort steht zu lesen: ‚Am Dienstag hat das 

Model in seiner Instagram-Geschichte ein Foto vom Pass ihres Vaters Mohamed Hadid 

herumgehen lassen, auf dem der Platz seiner Geburt als Palästina angezeigt war, und fügte

hinzu: „Ich bin stolz, Palästinenserin zu sein“. Das ‚Victoria Secret‘-Model, das der Herkunft 

nach Palästinenserin und Holländerin ist, fragte dann: „Dürfen wir auf Instagram nicht 

palästinensisch sein? Das regt mich auf.“

(Bild: Plakat mit der Aufschrift: „Ich bin stolz, Palästinenserin zu sein“)

 

Am Ende des Tages entschuldigte sich Instagram bei Bella Hadid,

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weil sie das Bild vom Pass ihres Vaters genommen hatten. Ein Sprecher von Facebook, 

Instagrams Schwester-Organisation, sagte zur Antwort in Page Six: „Um die Privatheit 

unserer Gemeinschaft zu wahren, erlauben wir den Leuten nicht, persönliche Informationen 

auf Instagram weiterzugeben, wie Passnummern. Im Falle, dass die Passnummer ausgelöscht 

war, sollte dieser Inhalt nicht weggenommen werden. Wir haben den Inhalt wieder hergestellt

und uns bei Bella für den Fehler entschuldigt.“

 

Dieser Vorfall ist ein Zeichen der Macht und Reichweite der Ideologie von politischem 

Zionismus, trotz der Entschuldigung von Instagram, woran niemand glaubt. 

(Nimm wahr: YouTube zensiert Videos, die von „If Americans Knew“ hergestellt werden

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über das tägliche Leben für Palästinenser

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Diese Ideologie macht das Streichen von Palästina und den Palästinensern aus der 

Erinnerungsberichteten nötig. Und wie Chris Barghout in einem Kommentar zu dieser Sache

schreibt, die ich hier einfüge, ist die US-Regierung auch mitschuldig an dieser Streichung. 

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Mein Vater wurde 1932 im Mandatsland Palästina geboren. Als er 1973 als Rückkehrer Bürger der USA wurde, kam sein Pass zurück mit dem Vermerk „geboren in Israel“. Er schickte ihn zurück – und zum zweiten Mal stand dort wieder „geboren in Israel“. Er kontaktierte einen Rechtsanwalt in New York City, und die Pass-Agentur sagte, es gäbe kein solches Ding wie einen ‚Palästinenser“. Wir verklagten die Regierung der USA und es ging bis zum Bundesgericht, wo bestätigt wurde, dass 1932 die US-Regierung Geschäfte mit Palästina gemacht hatte, und daher gab es ein solches Ding wie einen Palästinenser. Es kostete meinen Vater tausende Dollars bestätigen zu lassen, dass es ein solches Ding wie einen Palästinenser gab, und seither gibt es diesen Präzedenzfall, der anderen erlaubt, solches anzustreben. Seid euch aber klar, unsere Regierung war mitschuldig daran, die Existenz von Palästina und Palästinensern abzustreiten, bis sie gezwungen wurde, sich anders zu verhalten.   

Zionismus ist die Idee, dass Juden – aus verschiedenen Gründen – mit anderen Völkern nicht bequem koexistieren können und deswegen ein „Heimatland“ (homeland) brauchen, irgendwo, wo immer, um sich zu „sammeln“. 

Eine solche Idee ist inakzeptabel für jeden, dessen eigenes Land dieses begehrte „Homeland“ ist. Sie ist inakzeptabel, solange das Konzept einen überlegenen siedler-kolonialen Staat ein-schließt, und sie ist ähnlich inakzeptabel, selbst wenn sie „Gleichheit“ und einen „einzigen“ Staat beinhaltet, aber innerhalb des gleichen jüdischen siedler-kolonialen Paradigma verbleibt.

Über die „Konversion“ von Beinart schreibt Philip Weiss von Mondoweiss:

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„Beinart’s Bestätigung von Ali Abunimah zeigt, dass die palästinensische Narrative vom Zionismus jetzt im jüdischen Zelt angekommen ist, und sie wird nie herauskommen“. 

„Die palästinensische Narrative vom Zionismus“ sieht wenig moralische Autorität oder 

Rechtmäßigkeit in irgendeinem von Israels Führern, angefangen bei den vorstaatlichen Machinationen des Landes auf der Weltbühne. Wenn Beinart einen Satz schreibt wie „Ein Kampf um Gleichheit könnte palästinensische Führer hervorbringen, die die moralische Autorität besitzen – die Abbas und der Hamas abgeht (laut Ayman Odeh, einem Mitglied der Knesset) – überlege ich, ob ein solcher Kampf israelische Führer „hervorbringen“ könnte (in der Vergangenheit oder in der Gegenwart), die ja in den Augen der Palästinenser keine moralische Autorität oder irgendwelche Rechtmäßigkeit besitzen. 

2015 schrieb Alice Rothschild, amerikanische Geburtshelferin (Hebamme?), Filmemacherin und Aktivistin für soziale Gerechtigkeit, in Mondoweiss:

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„Lasst liberale Juden um ihren Traum von Israel weinen, und bewegt euch vorwärts.“ Beinart muss in ein anderes Zelt übersiedeln. Palästinenser haben keinen Platz in einem zionistisch-jüdischen Zelt (Volksgebilde) jeglicher Art oder Form. Aber Israelis könnten einen Platz haben in unserem Zelt.“

Rima Najjar ist eine Palästinenserin, deren väterliche Familie aus dem gewaltsam entvölkerten Dorf Lifta in den westlichen Vororten von Jerusalem kommt; mütterlicherseits kommt sie aus einer Familie aus Ijzim, südlich von Haifa. Sie ist eine Aktivistin, Forscherin und pensionierte Professorin für englische Literatur an der Al-Quds Universität in der besetzten Westbank.

*Quelle:

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(übersetzt: Gerhilde Merz)