Radelt weg von Israels Besetzung und Apartheid – Beteiligt euch an der Kampagne, eines der bedeutendsten Radrennen auf anderer Strecke zu führen.

Palestine Update Nr. 72 – 20. September 2017 – Radelt weg von Israels Besetzung und Apartheid – Beteiligt euch an der Kampagne,  eines der wichtigsten Radrennen umzuplanen

Kampagne

Radelt weg von Israels Besetzung und Apartheid – Beteiligt euch an der Kampagne, eines der bedeutendsten Radrennen auf anderer Strecke zu führen.

Die Giro d’Italia, eines der bedeutendsten Radrennen, wird im Mai 2018 von Israel aus starten mit den drei Etappen Jerusalem, Haifi – Tel Aviv und Beer Sheva – Eilat. Damit soll der 70. Geburtstag von Israel „gefeiert“ werden. Die  Giro wird im Fernsehen in 194 Länder übertragen, und man schätzt, es werden 800 Millionen Menschen zuschauen. Wir müssen unbedingt Druck auf die Organisatoren des Rennens machen, um es aus Israel herauszuhalten. Jetzt wird die Giro d’Italia als das Welt-Fahrrad-Event benutzt, um mit israelischer Propaganda hausieren zu gehen.

Tretet an die Organisatoren des berühmten italienischen Radrennens heran mit dem Hashtag #RelocateTheRace von Israel. Tut euch zusammen, um die Organisatoren von RCS MediaGroup zu ersuchen zu #RelocateTheRace und von Israels Besetzung und Apartheid weg zu radeln. Sagt ihnen, dass das berühmte italienische Radrennen nicht der Propaganda Israels dienen darf, um seine unterdrückerische Politik gegen Palästina zu verdecken. Unterzeichnen Sie: Bei dem Link ist eine Email-Aktion zu finden, die eine Botschaft an die Organisatoren des Rennens befördert: http://facebook.us14.list-manage.com/track/click?u=70813d3d15ac4637582781b8e&id=3bfc4a5327&e=267525e738

Die Organisatoren des berühmten italienischen Radrennens Giro d‘Italia haben die Austragung des Rennens von 2018 nach Israel gelegt, mit dem Start in Jerusalem, gefolgt von den Abschnitten von Haifa nach Tel Aviv und in die Naqab (Negev). Sie wollen die Errichtung des Staates Israel auf den Ruinen der Heimat der Palästinenser und durch die ethnische Säuberung oder Nakba einer Mehrheit der einheimischen Palästinenser als „Geburtstag“ feiern.

Führen Sie eine Aktion durch, um RCS unter Druck zu setzen, internationales Recht zu respektieren und den Start des Rennens in ein anderes Land zu verlegen.

Stoppen Sie dieses Weißwaschen der israelischen Besetzung und Apartheid durch Sport; es wird von den Medien als ein großer politischer Coup hochgejubelt, mit dem man danach trachtet, ein Bild von normalem Leben zu zeichnen. Der Giro d’Italia wird dazu dienen, Israels Anspruch auf Jerusalem zu institutionalisieren.  Ein israelischer Beamter nach dem anderen reklamierte Jerusalem während der Ankündigungszeremonie Jerusalem als Israels Hauptstadt, eine Forderung, die kein anderes Land in der Welt anerkennt. Die Stadtverwaltung Jerusalems ist aktiv beteiligt an einer graduellen ethnischen Säuberung von Palästinensern und mit dabei Hauszerstörungen und gewaltsame Vertreibungen als Sache der Politik .. (siehe Facebook). Wo immer das Rennen unter Israels Kontrolle durchgeführt wird, hat es den Stempel der Zustimmung zu Israels Unterdrückung der Palästinenser.

RCS und die Rennteams müssen die Botschaft erhalten: Hört auf mit dem Weißwaschen der Menschrechtsverletzungen durch Sport, bringt das Rennen in ein anderes Land!

Sharaf Qutaifan von der palästinensischen Kampagne für akademischen und kulturellen Boykott von Israel (siehe Facebook) sagt: „Den Giro d’Italia in Israel zu starten belohnt Israel wirkungsvoll für jahrzehntelangen Menschenrechtsmissbrauch gegenüber Palästinenser, Athleten eingeschlossen. Israel hat palästinensische Sportstadien bombardiert, palästinensische Athleten festgenommen, eingesperrt und getötet, palästinensische Sportverbände überfallen und Sportplätze total straffrei zerstört. Die Rennen in Israel abzuhalten geht gegen die Ideale und Prinzipien des Sports.

Mit Israels Regierung am „Feiern“ von Israels 70. Geburtstag mitzumachen heißt für die Organisatoren der RCS MediaGroup tatsächlich, 70 Jahre Enteignung der Palästinenser zu feiern. Unsere Nakba oder Katastrophe begann 1948, als rund 800.000 einheimische Palästinenser mit Gewalt aus ihren Häusern ausgeschlossen wurden und dieses bis heute mit der israelischen Praktik von systematischer gewaltsamer Umsiedlung, Hauszerstörung und der Verweigerung des von der UNO bestimmten Rückkehrrechts verfolgen.

Zu behaupten, dieses Rennen würde irgendwie „vereinen“ ist lächerlich und ein Affront für Palästinenser, die seit Jahrzehnten gezwungen sind, gegen Israels tödlichen Hindernislauf zwischen Bomben, Kanonenkugeln, Checkpoints, Straßensperren und Mauern zu navigieren. Die Entscheidung der RCS-MediaGroup, dieses Rennen in Israel abzuhalten, macht sie zu Mitschuldigen an Israels Verletzung von palästinensischen Menschenrechten und wird Israels Propagandabemühungen dienen, dieses Rennen zur Verdeckung seiner Unterdrückungspraktiken gegen Palästinenser zu verwenden. (siehe Facebook).

Israel gibt geschätzte 12 Millionen Euros (14,3 Millionen Dollars) für das Event aus, plus 4 Millionen € (4,8 Millionen $) direkt an die RCS MediaGroup für die Rechte der Durchführung als Teil seiner Versuche, seinen schlechten Stand in der öffentlichen Meinung der Welt zu verbessern. Schaut  deshalb die RCS MediaGroup nach Profiten vor Prinzipien und Ethik, um Israels Besetzung und Apartheid zu verschleiern?

„Als Palästinenser ist unsere Ziellinie Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit für alle. Wir bleiben nicht stehen, bis wir dort angelangt sind“.  Die „Palestinian Campaign for the Academic and Cultural Boycott of Israel“ (PACBI) (siehe Facebook) unterstützt den Kampf für Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit. Sie trägt den Boykott von israelischen akademischen und kulturellen Institutionen mit wegen deren ständiger Mitschuld an der Weigerung Israels, den Palästinensern ihre Rechte zu geben, wie im internationalen Recht vorgesehen ist. (Mehr auf Facebook)

(Übers.: Gerhilde Merz

 In eigener Sache: Meine Übersetzungen der Palestine Updates erfolgen nicht im Rahmen von Pax Christi! Ich habe übernommen, die Zusammenfassungen von Ranjan Solomon, pensionierter Redakteur der vom Weltkirchenrat herausgegebenen PIEF POST (= Palestine/Israel Ecumenical Forum) zu übersetzen und diese mit ihm weiter an interessierte Personen zu übermitteln.

Wenn Du/Sie keine Updates erhalten willst/wollen, bitte ich um ein kurzes E-Mail an gerhilde.merz@aon.at