*Tour von Anwälten aus USA nach Israel/Palästina – Weißwaschen der israelischen Apartheid und Okkupation*

Palestine Update Nr. 231 – 5.4.19 – Tour amerikanischer Anwälte nach Israel/Palästina

*Tour von Anwälten aus USA nach Israel/Palästina – Weißwaschen der israelischen Apartheid und Okkupation*

Als Kairos Palestine von der Bildungsreise der Catholic Lawyers Gild von Chicago hörte (30. März – 5. April 2019), schrieb Kairos einen verschlossenen Brief an die Gilde und die Co-Sponsoren der Reise, die Chicago Bar Association und die Hispanic Lawyers Association of Illinois.

In diesem Brief wurde die Guild dringend aufgefordert, ihr Programm zu verändern oder abzusagen. Viele Aspekte der Routenführung trugen dazu bei, die Gesetze, Politik und Praktiken des Staates Israel, der die Palästinenser unter militärischer Okkupation und harter Unterdrückung hält, weißzuwaschen, indem sie unausgesprochen Zustimmung geben für die Verletzungen der Menschenrechte und des Völkerrechts durch Israel.

Beispielsweise beschreibt die Routenführung Städte, historische und Erholungsstätten in den besetzten palästinensischen Territorien als zu Israel gehörend: Den Teilnehmern wurde ein „exklusiver Zugang zu allen drei Zweigen der israelischen Regierung“ versprochen ohne irgendwelche Möglichkeiten, palästinensische und israelische Menschenrechts-Rechtsanwälte und -Organisationen zu treffen; ein Angebot „das Alte Jerusalem wie noch nie zuvor geführt zu erleben in einer 2stündigeSegway Tour“ wurde ausgedehnt trotz der Zugangs-Verweigerung Israels für Millionen Palästinenser in der Westbank und in Gaza,

Jerusalem und die heiligen Stätten der Palästinenser zu besuchen.

Die Catholic Lawyers Guild und die Hispanic Lawyers Association of Illinois haben den Brief nicht beantwortet. Die Antwort der Chicago Bar Association kann bestenfalls als „routinemäßig hingeworfen“  bezeichnet werden. Letztendlich haben die Gruppen die Die vorgesehene Routenführung nicht verbessert. Auf ihrer Website beschreibt sich die Chicago Bar Association als „apolitisch“. Aber es ist eben nicht apolitisch, wenn eine Routenführung palästinensische Städte und Territorien als in Israel befindlich verortet, und die Teilnehmer nur mit den Beamten einer Seite des Konflikts zusammenkommen.

Kairos Palestine verurteilt solche Touren, weil sie die Ungerechtigkeit zudecken und gleich- gültig sind gegenüber der menschlichen Hoffnung auf Frieden und Gerechtigkeit, und die nichts beitragen zur Beendigung der Okkupation und Unterdrückung durch Israel, wodurch Palästinenser und Israelis als Nachbarn in Frieden leben könnten.

Kairos Palestine

  1. April 2019

Kontakt: info@kairospalestine.ps