*Trump und Netanyahu beweisen, dass sie das Letzte sind an trivialer Geistlosigkeit*

Palestine Update Nr. 275 – 18. Aug. 2019 – Trump-Netanyahu beweisen …

*Trump und Netanyahu beweisen, dass sie das Letzte sind an trivialer Geistlosigkeit*

Meinung

Die Kongressfrau Rashida Tlaib mag die Einreise nach Palästina vielleicht nicht aus Eigenem geschafft haben, aber sicher bewies sie, dass sie die Gewinnerin einer moralischen Schlacht war. Trump und Netanyahu schauen aus wie erbärmliche und pathetische politische Clowns. Rashida Tlaib kann mit erhobenem Haupt weggehen: das Duo Trump-Netanyahu hat die tiefste Tiefe der politischen Gosse erreicht.

Die Großmutter von Rashida hat Trump das Äquivalent zu einem Fluch überreicht: „Möge Gott ihn ruinieren“. Das geschah als Antwort auf Trump‘s dumme Rede an sie, sie solle doch glücklich sein, dass Rashida nicht kommt. Muftia Tlaib, die jetzt in ihren Achtzigern ist, lebt in der von Israel okkupierten Westbank und hat ihre Enkelin seit mehr als 13 Jahren nicht gesehen. Israel versuchte, eine gewisse politische Glaubwürdigkeit zu behalten, indem sie den Besuch erlaubte, aber unter gewissen Bedingungen. Tlaib wies das Angebot zurück mit ihrer Aussage, Israel habe gewisse Einschränkungen veranlasst, die sie demütigen sollten.  Trump und Netanyahu schauen aus wie politische Comics mit Nasenstübern – und Tlaib gewinnt einen riesigen Vorsprung. Und die Welt weiß jetzt genau, wie absolut trivial Trump und Netanyahu schauen können.

Rashida Tlaib hat ebenso wie Frau Omar ihre Unterstützung für die pro-palästinensische Boykott, Desinvestment und Sanktionen-Bewegung ausgedrückt, die sich gegen die Okkupation und Israels Politik gegenüber den Palästinensern in der Westbank und in Gaza richtet. Das Paar sind die beiden ersten muslimischen Frauen, die in den Kongress gewählt wurden und die in Detroit geborene Rashida Tlaib ist die erste palästinensisch-amerikanische Kongressfrau.

Lesen Sie eine Handvoll Geschichten und Interviews von/mit wichtigen Personen.

*Ranjan Solomon*

*Darstellung der Kongressfrau Tlaib über ihre Reise nach Palästina und Israel*

Über ihre Reise nach Israel und Palästina veröffentlichte die Kongressfrau Rashida Tlaib nachfolgenden Bericht: „In meinem Versuch, Palästina zu besuchen, erfuhr ich die gleiche rassistische Behandlung, wie sie viele palästinensische Amerikaner auszuhalten haben, wenn sie mit der israelischen Regierung zusammenkommen. In Vorbereitung  für meinen Besuch überlegte meine Großmutter, von welchem Feigenbaum wir gemeinsam die Früchte ernten wollten, während die Palästinenser und die Israelis, die gegen die illegale Okkupation sind, sich freuten auf Mitglieder des Kongresses, die ihnen endlich zuhören würden und die sie zum ersten Mal zu sehen bekamen.

 

Die israelische Regierung benutzte meine Liebe und meine Sehnsucht, meine Großmutter zu sehen, um mich zum Schweigen zu bringen und machten meine Fähigkeit dazu abhängig von der Unterschrift auf einem Brief – was nur bedeuten konnte, wie undemokratisch und ängstlich sie mit der Wahrheit umgingen, die meine Reise enthüllen konnte über das, was im Staate Israel und mit den Palästinensern unter Okkupation – mit der Unterstützung durch die Vereinigten Staaten – vor

sich ging. „Ich habe mich daher entschlossen, diesmal nicht nach Palästina und Israel zu reisen. Meine Großmutter unter diesen unterdrückerischen Bedingungen zu besuchen hieße, mich zu demütigen, und das würde meiner Großmutter das Herz brechen. Mich durch diese Behandlung zum Schweigen zu bringen, und mich geringer zu fühlen, ist nicht, was sie sich für mich wünscht, und würde einen Teil von mir töten, der immer gegen Rassismus und Ungerechtigkeit steht.

„Als ich die Wahl gewonnen hatte, eine Kongressfrau der Vereinigten Staaten zu werden, fühlten viele Palästinenser, besonders meine Großmutter, Hoffnung, eine Hoffnung, die ihnen schließlich eine Stimme geben würde. Ich kann der israelischen Regierung nicht gestatten, ihnen das oder meinen tiefen Wunsch, meine Großmutter zu sehen, vielleicht zum letzten Mal – als Pfand in einem politischen Handel – wegzunehmen. Meine Familie und ich haben während dieser schweren Prüfung miteinander geweint; sie haben versprochen, meine Großmutter am Leben zu erhalten, bis ich sie eines Tages umarmen kann.

Die Kraft und das Herz meiner Familie sind es, die mich wiederholen lassen: ich bin eine wirklich gewählte Kongressfrau der Vereinigten Staaten, und ich werde der israelischen Regierung nicht erlauben, mich und meine Familie zu demütigen oder uns das Recht wegzunehmen, klar zu reden. Ich werde der israelischen Regierung nicht gestatten, uns unsere Hoffnung wegzunehmen. „Rassismus und die Politik des Hasses blühen in Israel und das amerikanische Volk sollte sich davor fürchten, was das für die Beziehung zwischen unseren beiden Nationen bedeuten könnte. Wenn man wahrhaft an Demokratie glaubt, dann muss die enge Ausrichtung von Netanyahu auf die Hassagenda von Trump zu einer Neu-Evaluierung unserer unerschütterlichen Unterstützung des Staates Israel führen.

Die Einreise-Verweigerung für eine Kongress-Delegation betrifft nicht nur die Kongressfrau Ilhan Omar und mich, sondern sie zeigt auch den tief verwurzelten Rassismus innerhalb von Israel, der uns weiter vom Frieden wegschiebt. Die Völker von Israel und Palästina erwarten von uns, dass wir mutiger und als ehrliche Makler für den Frieden eintreten. Zu schweigen und die Menschenrechts-verletzungen der israelischen Regierung nicht zu verurteilen, wäre ein schlechter Dienst an allen, die dort leben, einschließlich meiner unglaublich starken und liebenden Großmutter.

„Diese Art von Unterdrückung ist für die ganze Menschheit schmerzlich, aber für mich ist sie persönlich schmerzlich, so oft ich Mitglieder meiner geliebten Familie nach der Freiheit zu leben und dem Recht, sich als Menschen zu fühlen schreien höre.“

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 *Treffen Sie Rashida Tlaib’s Grandma: ‚Wer wäre nicht stolz auf eine Enkelin wie diese?*

Muftiyah Tlaib – die von sich sagt, sie sei zwischen 85 und anfangs der 90er alt – wohnt im Dorf Beit Ur al-Fauqa, ungefähr 15 Meilen von Jerusalem entfernt und nahe der Grenzlinie zwischen Israel und der Westbank, in einem Gebiet, das Israel im 1967-Krieg besetzte und von dem die Palästinenser hoffen, es eines Tages als Teil eines unabhängigen Staates zu sehen. Sie wohnt im gleichen eleganten Kalksteinhaus im gleichen verschlafenen Dorf, das sie seit 1974 ihr Heim nennt – das Haus, in dem das ganze Dorf einmal zusammengekommen war, um Rashida Tlaib’s Hochzeit zu feiern und das Haus, von dem aus man direkt auf eine israelische Siedlung blicken kann mit sichtbarer Militärpräsenz.

„Sie ist in einer hohen Position – und sie kann ihre Großmutter nicht besuchen,“ lachte sie am Freitag von ihrem Wohnzimmer aus. „So, wozu ist diese Position gut?“ Am Ende wird Muftiyah Tlaib ihre Enkelin in dieser Woche nicht sehen. Diese Zusammenkunft würde das erste Treffen der beiden seit etwa 2007 gewesen sein, sagte sie.

Lesen Sie den Bericht und schauen Sie das Video an:

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*Dr. Mustafa Barghouti spricht mit ‚Democracy Now‘ über Israels Entscheidung, Tlaib und Omar draußen zu halten.*  

Israels weit verurteilte Entscheidung, die Kongressfrauen Rashida Tlaib und Ilhan Omar vom Eintritt nach Israel zu bannen, traf auf starke Ablehnung von Seiten der internationalen Gemeinschaft.

Ein Interview finden Sie auf Facebook Link: =e3f604282a&e=

*Die Pro-Israel-Demokraten verurteilen die israelische Entscheidung, bedingten Zugang für Tlaib und Omar nicht  zu gestatten*

Pro-israelische Demokraten schimpften über die Entscheidung Israels, die US-Repräsentantinnen Rashida Tlaib, D-Mich. und Ilhan Omar, D-Minn. an einem Besuch der Westbank zu hindern.

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Die Entscheidung wurde unter offensichtlichem Druck von Präsident Donald Trump getroffen. Führende Demokratische Leiter, die früher mit Tlaib und Omar über deren mündliche Unterstützung

für die pro-palästinensische BDS-Bewegung zusammengekracht waren, ließen keine Zeit verstreichen und drängten die Israelis öffentlich, ihren Kurs sofort umzudrehen.

In einer Stellungnahme sagte der Leiter der Kongressmehrheit, Steny Hoyer, D-Md: „Die Entscheidung der israelischen Regierung, zwei Kongressmitgliedern die Einreise nach Israel zu verwehren,  ist unerhört, egal, welche Reiseroute sie nehmen und welche Ansichten sie haben“ und fügte hinzu, er habe erst kürzlich am Mittwoch (14.8.?) den israelischen Premierminister, Benjamin Netanyahu gedrängt, die beiden Gesetzgeberinnen nicht zu behindern. Eine ähnliche Vorstellung hatte der Komitee-Vorsitzende im Kongress-Außenamt, Eliot Engel, D-N.Y. am Mittwoch beim israelischen Botschafter Ron Dermer gemacht, als er argumentierte, dass „Kongressmitgliedern die Einreise zu verweigern schaut aus, als würde Israel sich vor Kritik und Dialog abschotten.“

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(Übers.: Gerhilde Merz)