Update on Gaza

Palestine Update Nr. 241 – Update on Gaza

Update on Gaza

Die Unterlage für diesen Update aus https://www,middleeasteye.net/news/gaza-ceasefire-reportly-reached-following-bloody-weekend  wurde am 6. Mai übernommen in https:/facebook.us14.list-manage.com/track/click? u=70813d3d15ac04637582781b8e&id=f63bd7b1f7&e=bb7a291c18<

Bild: Ein Palästinenser sitzt auf den Trümmern eines durch einen israelischen Luftangriff auf Gaza zerstörten Hauses (MEE/Mohammed al-Hajjar)

 

Anan, ein 20ähriger Palästinenser aus Gaza-Stadt erzählte MEE, dass er sich dabei entdeckte, die Eskalation zu unterstützen, weil die Blockade die Situation in dem eingeschlossenen Gebiet so unerträglich machte: „Wir können in Gaza nicht mehr atmen. Weil die Belagerung immer enger wird und die wirtschaftliche Situation immer schlechter, haben wir das Gefühl, dass uns keine andere Chance bleibt als auf diese Weise Israel unter Druck zu stellen“, sagte er und fuhr fort: „und so sehe ich mich dabei, diese Eskalation zu unterstützen – kann sein, dass das die einzige Möglichkeit für uns ist, die Belagerung wegzubringen – Das ist das einzige, was ich mir wünsche“.                                    Lesen Sie weiter ….

Ranjan Solomon

*Waffenstillstand mit Gaza erreichte nach Berichten nachfolgend ein blutiges Wochenende*            von MEE und Nachrichten-Agenturen                                                                                                                                             Facebook Link: =1f40070bc3&e=

 

 

*Die Angriffe scheinen nach 3 Tagen Kampf abgeebbt zu sein – und hinterließen 23 tote Palästinenser und 4 tote Israelis*

Ein Waffenstillstand zwischen Israel und palästinensischen Parteien wurde – nach palästinensischen Angaben  – erreicht und scheint ein Ende der Gewalt, die den Gazastreifen geschüttelt und zu 27 Toten geführt hat, herbeigeführt zu haben. Nach Angabe palästinensischer Beamter trat der Waffen-stillstand am 6. Mai (vermutlich?) um 4.30 Lokalzeit (01.30 Greenwich Zeit) ein, nachdem Israel und Hamas – die im Gazastreifen regierende Bewegung – übereingekommen waren, die Kämpfe nach der Zuspitzung am Sonntag herunter zu fahren. Wie es in solchen Situationen üblich ist, hat Israel nicht öffentlich kommentiert, ob der Waffenstillstand erreicht wurde. Jedoch gab es anscheinend kein Raketenfeuer Feuer von Gaza nach Angabe der Palästinenser.

„Wir sind mehr müde als besorgt“: Kraft finden mitten in der Dunkelheit Gazas (Bildunterschrift)

Gewalt brach am Freitag aus, als Israel und militante Gruppen des Islamischen Dschihad Feuer wechselten und dabei vier Personen, darunter zwei Protestierende, töteten. Während der nächsten zwei Tage wurden hunderte Raketen von Gaza nach Israel abgefeuert und daraufhin griff das israelische Militär die belagerte Region aus der Luft und durch Artilleriebeschuss schwer an. Wenigstens 23 Palästinenser, darunter eine schwangere Frau und ein 14 Monate altes Kleinkind, wurden seit Freitag getötet. 4 Israels kamen durch das Raketenfeuer zu Tode. Der Kampf war der schlimmste, den Gaza seit November erlebt hatte und drohte, sich in einen Krieg wie 2014 zu entfalten, wie es offenbar von keiner Seite gewollt war.

Das Aufwallen der Gewalt kam zu einem besonders empfindlichen Zeitpunkt für Israel, das in dieser Woche seinen Unabhängigkeitstag feiert und von 14. bis 18. Mai Gastgeber des Eurovision Song Contests ist. Inzwischen beginnt am Montag der erste Tag des Ramadan, und die Palästinenser bedenken in dieser Woche auch den Nakba-Tag, an dem sie sich an die Tötungen und Vertreibungen während der Schaffung von Israel erinnern.

*Natürliche Antwort*                                                                                                                                            Am Sonntagabend, dem blutigsten Tag des Wochenendes, sagte der Hamasführer Ismail Haniyeh: „Rückkehr in einen Status der Ruhe ist möglich“, wenn sich Israel zu einem „vollständigen Waffenstillstand“ verpflichtet. Darauf folgte der Islamische Dschihad mit seiner Zusage, sobald Israel zustimme, die Blockade, die es über den Gazastreifen ausübe, ein wenig zu erleichtern. Das Küstengebiet, wo Palästinensern erlaubt wurde zu fischen, wurde erweitert, sagte ein Beamter des Islamischen Dschihad der AFP-News Agentur, und es gab auch Verbesserungen an der Elektrizitäts- und Brennstoff-Situation. Nach Berichten wurde vorgeschlagen, dass Hamas und der Islamische Dschihad sich entschließen sollten, die Raketenangriffe als Antwort auf den lethargischen Fortschritt bei den Verhandlungen mit Israel zu einer größeren Erleichterung der Blockaden zu verstärken. „Die israelische Besatzung hat zur Kenntnis zu nehmen, dass der palästinensische Widerstand es nicht zulassen wird, die Palästinenser ewig leiden zu lassen“, so Fawzi Barhoum, Sprecher der Hamas. „Die palästinensischen Raketenangriffe sind eine natürliche Antwort auf die ständigen israelischen Gewalttaten und Verbrechen an den Palästinensern“, sagte Fawzi Barhoum am Sonntag gegenüber Middle East Eye.

Das israelische Militär sagte, seit Samstag seien etwa 690 Raketen und andere Projektile über die Grenze von Gaza geflogen, von denen mehr als 240 durch das Luftabwehrsystem abgefangen wurden. Die Raketen regneten herunter auf wichtige städtische Zentren wie die südlichen Städte Ashkelon, Ashdod und Beersheva.

 

*Frustration*                                                                                                                                                       „Die Situation ist nicht zu tolerieren“, sagte Hagar, ein israelischer Filmemacher aus Moshav Netiv HaAsara, der israelischen Gemeinde, die am nächsten bei Gaza liegt, zu MEE. „Ich fühle mich frustriert, es ist der Wahnsinn. Wir haben die Möglichkeit wegzulaufen, aber in Gaza können sie nirgendwohin gehen“. In Gaza waren die Straßen leer, weil das israelische Militär hunderte Male zuschlug und militärische Ziele, Wohnhäuser und ein türkisches Medienbüro angriffen.

„Wo immer Raketen fallen, gibt es Zivilisten, weil alles so überfüllt ist“, sagt Imad al-Jalameh, Bewohner von Gaza. „Gaza ist sehr voll, und wir haben keine Schutzräume, daher sind überall, wo Raketen fallen, Zivilisten, weil alles voller Menschen ist“, erklärt Imad al-Jalameh, ein palästinensischer Bewohner des Shatia Flüchtlingslager, MEE.

Anan, ein 20jähriger Palästinenser aus Gaza City, sagt zu MEE, dass er sich plötzlich unter den Unterstützern der Eskalation wiederfand, weil die Blockade die Situation in der Enklave so verzweifelt gemacht hat. „Ich kann in Gaza nicht mehr atmen. Weil die Belagerung ärger wird und die wirtschaftliche Situation immer schlechter, haben wir nicht mehr das Gefühl, wir hätten eine andere Wahl als Druck auf Israel in dieser Weise auszuüben“, sagte er. „Ich sehe mich diese Eskalation unterstützen; vielleicht ist dies die einzige Art für uns, die Belagerung los zu werden; das ist das einzige, was ich mir wünsche:“

*Gezielter Mord*                                                                                                                                                         Unter denen, die von Israel am vergangenen Sonntag getötet wurden, war Hamid al-Khodari, ein Kommandeur der Hamas, dessen Auto im Zentrum von Gaza City getroffen wurde. Israel sagte, der 34jährige sei Opfer eines gezielten Mordanschlags geworden, eine Taktik, die seit dem Krieg 2014 nicht mehr gesehen wurde. Das israelische Militär gab an, er wäre verantwortlich für den Transport von iranischem Geld an die Palästinenser in der Enklave gewesen.

 

Hier ist im englischen Original ein Bild des Hamas-Kommandeurs Hamid al-Khodari, als er während seiner Fahrt durch einen israelischen Luftangriff in Gaza City getroffen wurde (MEE/Loai el-Agha)

 

Zwei schwangere Frauen wurden auch während des Kampfes getötet. Eine davon, Falastin Saleh Abu Arar, hielt ihre 14 Monate alte Nichte Sebba Mahmoud Abu Arar auf ihrem Schoß, als sie beide durch ein Schrapnell am Samstag getötet wurden. Bei der Beerdigung des Kleinkindes am Sonntag erzählte der Verwandte von Sebba, Khalid Abu Arar MEE, dass eine israelische Drohne die Familie mit einer Rakete traf, während sie vor ihrem Haus Tee tranken. „Drohnen unterscheiden nicht zwischen Zivilisten und Kämpfern“, sagte er. Israel verweigert die Verantwortlichkeit für den Tod der beiden zu übernehmen und behauptete, ein Explosionskörper der Hamas hätte sie getötet.

Gazas Gesundheitsministerium sagte am Sonntag, dass auch ein 4jähriges Kind während der israelischen Luftschläge im nördlichen Gazastreifen getötet worden war. Zu diesem Tod gab es von Israel kein Kommentar.

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(Übersetzung: Gerhilde Merz)