USW wünscht Kapitulation, Palästinenser fordern Gerechtigkeit*

Palestine Update Nr. 332  2.2.20 Balfour

*Balfour – Version II !  

USW wünscht Kapitulation, Palästinenser fordern Gerechtigkeit*

(Bild: Ergebnis für Palästina muss im Deal des Jahrhunderts Gerechtigkeit sein.)

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Quelle: „Wear your voice magazine“

             (Nimm deine Stimme wahr ..)

*Es gab wenige, die glaubten, dass Donald Trump einen gerechten „Deal des Jahrhunderts“ liefern würde. Was er praktisch geliefert hat, ist die „Version II von Balfour.*

*Man kann die Standhaftigkeit der Palästinenser nur respektieren. Sie weigern sich zu buckeln. Sie fordern dringend „die Kirchen und Christen quer über den Globus auf, im Angesicht  der Ungerechtigkeit gegenüber dem palästinensischen Volk aufzustehen und von ihren Ländern zu fordern, dass sie den sogenannten „Deal des Jahrhunderts“ kategorisch zurückweisen, wobei sie ständig wiederholen, dass weder Frieden noch Gerechtigkeit vorherrschen kann, wenn die Gerechtigkeit nicht vollzogen, die Okkupation beendet wird und wenn den Palästinensern nicht ihre vollen Rechte garantiert werden“.*  

*Trumps herabsetzende Politik hat den fehlgehenden israel-palästinensischen Friedens-prozess an seinen schlimmsten Krisenpunkt gebracht. Der Friedensprozess ist jahrelang einen bewussten Tod vor sich hingestorben, angetrieben durch die Verfehlungen einander folgender US-Administrationen von beiden Parteien. Ihre erfolglose Dynamik charakterisierte und brachte den Konflikt vorwärts – besonders die vorangehende und sich immer weiter vertiefende Okkupation durch Israel. Die EU hat einige schwächelnde Gesten für Gerechtigkeit geliefert, jedoch wenig von politischer Substanz zuwege gebracht.*

*Wie ‚Ir Amin‘

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(„City der Nationen“ oder „City der Völker“), eine Gruppe, die ihr Augenmerk auf Jerusalem innerhalb des Kontextes des Israel-palästinensischen Konflikts es formuliert: „Der Plan enthält weder ein Element von Verhandlungen noch ein Abkommen zwischen beiden Parteien, und kann daher nicht als Friedensplan betrachtet werden. Die starre Kongruenz zwischen dem Plan und der rechtslastigen Agenda der Siedler zeigt den weiten Abgrund zwischen dem Plan und einer fairen und gangbaren Lösung, die die Forderungen und die Rechte sowohl der Israelis wie auch der Palästinenser gleichermaßen anerkennt. Auch wenn der Plan Lippenbekenntnisse für eine Konfiguration einer Zweistaaten-Lösung enthält, machen ihn die angedachten Bedingungen nicht weniger als wirkungslos und unerfüllbar“.

Wir bringen nachstehend die Stellungnahme von Kairos Palästina zu dieser Situation. 

Die Leser werden dringend gebeten, die Stellungnahme breit zu streuen.* 

Ranjan Solomon

   

*Die amerikanische Deklaration über Frieden im Mittleren Osten*

… und heilen den Schaden meines Volkes nur obenhin, indem sie sagen: „Friede! Friede! und ist doch nicht Frieden“ (Jeremia 6,14)

Image result for kairos palestine logo"(Bild: Logo des „Kairos Palestina“)

Die von der US-Administration angekündete Position über das, was sie den „Deal des Jahrhunderts“ benannte, war in der Tat eine Beleidigung für die Geschichte, für die Menschlichkeit, für das palästinensische Volk, und für die Würde Amerikas selbst.  

Der amerikanisch-israelische Vorschlag ist vorausgeschickt zur Konsolidierung der israelischen Kontrolle über das ganze palästinensische Land, und sichert, dass das palästinensische Volk sich dieser Kontrolle unterwirft im Gegenzug zu wirtschaftlichen Versprechen, die näher an einem Deal zum Einkauf des Volkes und dessen Geist liegen.

Dieser Vorschlag versucht die israelische Okkupation zu rechtfertigen und die Geschichte des palästinensischen Volkes und seine unveräußerliche Rechte zu wiederrufen; das gilt im Besonderen für das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge und das Recht auf Selbstbestimmung durch den Versuch, die palästinensische Frage komplett und endgültig aus der Welt zu schaffen.

Jerusalem, das Herz des Konflikts, kann von keiner menschlichen Autorität zur Hauptstadt von Israel allein erklärt werden. Es ist die Hauptstadt Gottes und der Menschheit als Ganzer; es ist ebenso die Hauptstadt seiner palästinensischen Bevölkerung. Es kann keine Lösung geben, wenn diese Lösung nicht klar das palästinensische Recht auf die Stadt wiederholt. 

Durch diese Erklärung haben sich die USA klar als eine Partei in dem Konflikt erklärt und nicht als Friedensvermittlerin, wie es dieser Deal betrachtet, der keinen Bezug hat zum Völkerrecht oder den UNO-Resolutionen, weil dieses endgültige Angebot an die Palästinenser sie für voll verantwortlich dafür macht, und sollten sie es zurückweisen, für alle sich daraus ergebenden Rückschläge. 

Israel und die USA sollten wohl auch auf die Stimme Gottes hören, der ihnen gebietet, hier im Heiligen Land und in der ganzen Welt: Du sollst nicht stehlen, du sollst nicht töten – um dem Töten des palästinensischen Volkes und dem Stehlen ihres Landes ein Ende zu setzen.

Israel und die USA sollten wohl auch auf die Stimme Gottes hören, auf die Stimme des Gewissens, um die Wahrheit zu verwirklichen, die nicht unterdrückt werden kann: Das palästinensische Volk ist am Leben, es fordert folgerichtig seine Rechte während der vergangenen hundert Jahre und bis heute. Das palästinensische Volk wird weiterhin seine Rechte fordern, bis es sie erhält. Der einzige Weg zum Frieden ist der der völligen Gleichheit zwischen den beiden Völkern. Israels Frieden ist bedingt durch den Frieden in Palästina; in der Tat basiert bereits das Überleben der Israelis auf einem gerechten Frieden für die Palästinenser. Wenn es anders sein sollte, wird Israel trotz all seiner Macht in Angst und in Erwartung einer unbekannten Zukunft leben. Wie wir bereits im Kairos Dokument „Moment der Wahrheit“ niedergeschrieben haben, sind „unsere und deren Zukunft nur eines, entweder ein Kreis der Gewalt, durch den wir alle umkommen, oder Frieden, durch den wir alle glücklich sein werden.“

In seiner Erklärung am Dienstag, dem 28.1.2020 bot Präsident Trump nichts an in Hinblick auf diese Gleichheit, sondern konsolidierte weiter die israelische Hegemonie und die Unterwerfung Palästinas unter diese. Das bedeutet, dass der Konflikt weitergehen wird, das Blutvergießen weitergehen wird, Hass und unmenschliche Behandlung bestehen bleiben.

Das den Palästinensern angebotene Geld ist nur eine beleidigende Ohrfeige für jeden Palästinenser und für die Menschheit als Ganze, denn es erinnert an das Zeitalter der Sklaverei, als man mit Menschen gehandelt hat und sie für Geld gekauft und verkauft hat. 

Jerusalem ist keine Ware für den Verkauf, Palästinenser sind nicht für den Verkauf.   

Friedenmachen verlangt von Mr. Trump and von der israelischen Führerschaft, ihre eigene Menschlichkeit zu respektieren, und die Menschlichkeit des palästinensischen Volkes zu respektieren, und mit ihnen auf der Basis der geteilten Menschlichkeit zu verhandeln. Es ist sinnlos, die Palästinenser für Terrorismus anzuklagen in dem Versuch, das eigene Gewissen zu beruhigen und den Terrorismus zuzudecken, den sie gegenüber Palästinensern praktizieren

und wie sie mit ihnen umgehen.  

Zuletzt: Friedenmachen verlangt den Respekt vor internationaler Rechtmäßigkeit und die Anwendung internationaler Resolutionen, die im Kontext des Konflikts erstellt wurden. Es verlangt die internationale Gemeinschaft, um einen festen Stand gegenüber der Anwendung seiner Entscheidungen einzunehmen, wie es bei anderen Völkern in der Region der Fall war und ist. 

Die Zeit ist für jedermann  mit der Sache des Friedens in seinem Herzen und dem Wunsch, Sicherheit und Stabilität im Mittleren Osten zu sichern, gekommen, um seine Augen für die Wahrheit zu öffnen, und nicht, um durch die Militanz von Finanzkraft und Stärke desillusioniert zu werden. Frieden wird von Menschen gemacht, die Frieden wollen, die anerkennen, dass auch die andere Partei aus menschlichen Wesen mit den gleichen Rechten und der von Gott allen gegebenen Würde besteht. 

Heute ersuchen wir die Kirchen und Christen quer über den Globus, angesichts der Ungerechtigkeit gegen das palästinensische Volk aufzustehen und von ihren Ländern zu fordern, den sogenannten „Deal des Jahrhunderts“ kategorisch zurückzuweisen, und wiederholen, dass weder Frieden noch Gerechtigkeit sich durchsetzen können, so lange Gerechtigkeit nicht erlangt, die Okkupation nicht beendet ist, und den Palästinensern nicht ihre vollen Rechte gewährt werden. 

Quelle: 

https://www.kairospalestine.ps/index.php/resources/statements/the-american-declaration-on-peace-in-the-middle-east-made-on-28-1-020

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(übers.: Gerhilde Merz)