Verschiedene Berichte zur Situation der Menschen in den Okkupierten Gebieten

Palestine Update Nr. 342 – IOF reißt 400 Olivenbäume aus …

Verschiedene Berichte zur Situation der Menschen in den Okkupierten Gebieten

*„International Olive Foundation“ (IOF) lässt 400 Olivenbäume ausreißen – Palästinenser bestehen darauf: „Haltet die Hoffnung am Leben“ 

Mehr als 20 bewaffnete israelische Soldaten fielen in das Land von Mohammad Mustafa Al-Hroub ein und rissen 400 Olivenbäume aus. Al-Hroub ist ein palästinensischer Bauer aus dem Dorf Wad Fukin südwestlich von Bethlehem. Sein Land liegt am Rande der Waffenstillstands-Linie von 1948; von der anderen Seite der Linie her wurde die israelische „Kolonie“ (Siedlung) „Tzue Hadasa“ dazugebaut. Die JAI (=Joint Advocacy Initiative; entspricht ‚Vereinigte Anwaltschafts-Initiative‘) unterstützte Al-Hroub mit 400 Olivenbäumen und hatte zwei internationale (Freiwilligen)-Gruppen zur Unterstützung für sich selbst und seine Familie, um diese Setzlinge zu pflanzen. 

Der erste Pflanztag geschah im Rahmen des Oliven-Pflanzprogramms Mitte Februar, die zweite Pflanzarbeit erfolgte durch Studenten der nord-norwegischen Folkehögskole Ende Februar. Jede Gruppe pflanzte 200 Olivenbäumchen. Al-Hroub wurde Zeuge des Ausreißens und der Zerstörung seiner Olivenbäume, und er versuchte mit allen Kräften, den Angriff zu stoppen, indem er den Soldaten die amtlichen Besitzdokumente für das Land unter die Nase hielt. Die Soldaten hörten nicht auf mit dem Ausreißen der Bäumchen, und als sie fertig waren, beschlagnahmten sie alle Bäume und erklärten das Land zum „Staatsland“. 

 (Zwei Bilder im englischen Versandbrief 

Links oben: ein grüner Olivenzweig

Rechts unten: Person bearbeitet mit einem Krampen die zerstörte Anlage) 

Planting2020_5.jpg

 

 

 

Quelle: Joint Advocacy Initiative 

JAI ist eine Initiative des YMCA in Ostjerusalem. Sie fordert unsere PartnerInnen und  FreundInnen weltweit auf:

  • die Nachricht von dieser Attacke zu verbreiten; sie gehört zu den Feldern und Bauern der Olivenbaum-Kampagne „Haltet die Hoffnung am Leben“.  
  • Briefe zu schreiben an Ihre Mitglieder und Vertreter im Parlament, in denen Sie solche Angriffe verurteilen und ersuchen, Druck auf die israelische Regierung auszuüben, diese zu stoppen.
  • Briefe zu schreiben an die israelische Botschaft in Ihrem Land als Personen, als Gruppe, als Kirche oder Schule.

Vom 8. Bis 17. Februar 2020 hat JAI gemeinsam mit der Alternativen Tourismus-Gruppe (ATG) ein Oliven-Pflanzprogramm organisiert, an dem 23 internationale TeilnehmerInnen und 4 internationale Freiwillige mitgetan haben. Das Programm enthielt vier Olivenpflanz-Aktionen, während jede/r der TeilnehmerInnen 200 bis 250 international über die Olive Tree Campagne gespendete Olivenbäume auf bedrohten palästinensischen Feldern der Dörfer Jabaa, Al-Kader und Wad Foukin im Bezirk Bethlehem pflanzten.

Lesen Sie die ganze Botschaft in „IMEMC“

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 *Anti-zionistische Gruppe in USA ehrt die Frauen am internationalen Frauentag*

(Bild: Leila Khaled)

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Der nationale Zweig der “Studenten für Gerechtigkeit in Palästina“ (= Students for Justice in Palestine = SJP) zieht Kritik auf sich, weil die Studenten weibliche palästinensische „Terroristen“ am Sonntag (Internationaler Frauentag) in sozialen Medien geehrt hatten: 

„Ich habe gelernt, dass eine Frau eine Kämpferin sein kann, eine Friedenskämpferin, eine politische Aktivistin, und dass sie sich auch verlieben kann und geliebt wird; sie kann verheiratet sein, Kinder haben, eine (gute) Mutter sein“, lautet der Text zu dem (oben angeführten) Bild. Im Twitter identifizierten viele Khaled als eine der vielen Frauen, die „Stärke gezeigt haben angesichts der Unterdrückung“. 

In einem anderen Twitter war ein Bild von Rasmea Odeh zu sehen, der man unterstellt hatte, an der Ermordung der College-Studenten Leon Kanner und Eddie Joffe bei einem Bomben-Attentat in einem Supermarkt in Jerusalem 1969 mitgeholfen zu haben. Sie wurde 2017 von USA nach Jordanien deportiert. 

Khaled wurde 1969 international berühmt für die Entführung eines Flugzeuges, von dem sie und ihre Komplizen annahmen, dass damals der israelische Botschafter für die USA an Bord gewesen wäre. Sie gehört ebenso wie Odeh zur „Popular Front for the Liberation of Palestine“

(= Volksfront für die Befreiung Palästinas = PFLP), die von den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union als terroristische Organisation eingestuft wird. Die PELP organisierte während der Zweiten Intifada viele Selbstmord-Bombenangriffe und andere Attacken, bei denen mehr als 100 Menschen den Tod fanden. Mitglieder der PFLP beanspruchten 2014 auch die Verantwortung für ein Massaker in einer Synagoge in Jerusalem. Khaled verglich

2017 bei einer Ansprache vor dem Europäischen Parlament die Israelis mit den Nazis. „Sie können die Aktionen der Nazis nicht mit den Aktionen der Zionisten vergleichen“, sagte sie und fügte später hinzu: „Die Nazis wurden in Nürnberg verurteilt, aber nicht ein einziger Zionist wurde bis jetzt vor Gericht gestellt.“ 

Khaled’s Bild wird oft von anti-zionistischen Studentenorganisationen glorifiziert. 2016 

twitterte die Gruppenleitung der „Temple University SJP“ unter 

Facebook Link:   =703048b4b8&e= 

ein stylisiertes Bild von Khaled, die für den „Internationalen Frauentag“ eine Kalaschnikow  in die Höhe hält. 

Quelle: 

Facebook Link:   =bf7bdbc317&e=        

*IOF („International Olive Foundation“) ließ im Laufe des Februar 471 Palästinenser arretieren*

(Plakat zu diesem Artikel: Weißes Friedenstäubchen zieht Olivenzweig über Gefängnisgitter;

darüber Aufschrift: Palestinian Prisoners‘ Club)

Die israelischen Besatzungskräfte nahmen im Laufe des Monats Februar 471 Palästinenser aus dem besetzten palästinensischen Land fest, darunter 95 Kinder und 11 Frauen. Gefangenen- und Menschenrechtsinstitutionen (‘Palestinian Prisoner Club’, Al-Dameer Foundation for Prisoner Care und Human Rights”, “Prisoners and Editors Affairs Authority”)

geben in einem heute erschienenen Bericht an, dass die Okkupationsbehörden 156 Bürger aus Jerusalem und 49 Bürger aus Ram-God-and-beer, 120 Bürger aus Hebron, 37 Bürger aus Jenin und 24 aus Bethlehem festnahmen, ferner 16 Bürger aus Nablus und Tulkarm. Was „Tuba“ betrifft, so wurden von ihr (?) zwei Bürger festgenommen, 2 von Salfit und 21 Bürger von Jericho; zusätzlich noch 9 aus Gaza. (Anm. der Übersetzerin: Die Aufzählungen sind etwas verwirrend, aber die Schluss-Summe stimmt.) 

Damit hat die Anzahl der palästinensischen Gefangenen und Häftlinge bis Ende Februar 2020 rund 5000 erreicht, davon sind 43 weibliche Gefangene; die Anzahl der Kinder erreichte ungefähr 180, die der Administrativhäftlinge ungefähr 430 (= Festgenommene ohne Verfahren); die Anzahl der neuen oder von der Behörde wieder ausgestellten Haftverfügungen für Administrativhäftlinge 197.

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(Übersetzung: Gerhilde Merz)