Wie können Dichter den Kampf Palästinas ausdrücken

Palestine Update Nr. 254 – *Wie können Dichter den Kampf Palästinas ausdrücken* – 15.6.19

Kommentar

Wenn die Worte der Politiker und der Banditen keinen Sinn mehr haben, was können Dichter dann über die Lage der Palästinenser sagen? Palästinensische Dichter haben ihre schöpferischen Fähigkeiten lange genutzt, um ihren Erfahrungen mit Enteignung, Exil, Leben unter Okkupation und die Spannkraft ihres Volkes zum Thema zu machen.

https://stream.Aljazeera.com/story/201805142109-0025639  

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Heute nur dieses kraftstrotzende Gedicht – eine Behauptung und ein Gebet für diese Ausgabe der Palästine Updates (unten)

  Ranjan Solomon

„Die Stimmen der Kinder“ – ein Gedicht von Stephen Brackens Brinkley

*Die Stimmen der Kinder – kannst Du sie hören*

Die Stimmen der Kinder, hörst du sie nicht?

Stimmen weit weg – Stimmen ganz nah.

Der Kinder Stimmen, hörst du sie …

Rette die Kinder, mach‘ sie frei!

Wir müssen ALLE handeln, siehst du es denn nicht:

Israel versucht, ihre Seelen zu töten –

Können diese Kinder heil gemacht werden?

Schuldsprüche sind eine sichere Sache!

Wenn sie vortreten zur Anklagebank

Voll von Scham und voll von Wut …

Dann steckt man sie in den Käfig:

Wenn du unterschreibst, lassen wir dich frei.

Das Formular in einer Sprache, die sie nicht verstehen,

unterschreiben sie mit zitternder Hand – hoffend, Schaden zu vermeiden.

Die verschreckten Kinder gestehen –

Erbarmungsvoll befragt, mit Härten verhört,

geschlagen, mit dem Licht des Scheinwerfers ins Gesicht gefoltert

und an einschüchternde Plätze geschleppt …

 

 

 

 

 

 

Viel später kommen sie zurück…

Gott weiß, wo sie Spielkameraden, Freunde, Verwandte gegriffen haben,

die nur lernen wollten.

Sie überfielen ihre Schulen: keine Zeit für Spiele, nur Befehle;

Letzte Woche war dein Vetter dran – bist du der nächste?

 

Es passiert auch am Tage – und endet mit terrorisierten Kindern,

ganz auf sich gestellt müssen sie zugeben, einen Stein geworfen zu haben …

keine Person, die sie liebt, die tröstet, das Grummeln im Bauch beschwichtigt.

Die Hände gefesselt, Augen mit Gewalt verbunden

sind sie nicht Kinder … sind sie nur eine Nummer.

 

Gewalttätige Hände reißen aus dem Schlaf – Menschlichkeit außer Sicht geraten.

Sie dringen ein in Häuser – und haben kein Recht dazu.

Kinder misshandeln ist Sünde!

 

Zu später Stunde wieder Lärm … das ist kein Gelächter, ist Aufschrei der Angst.

Schlafende Kinder mit Albträumen in Betten und Hängematten.

Einige ganz ruhig, aber die meisten nicht.

Stimmen weit weg – Stimmen ganz nahe;

Die Stimmen der Kinder – hörst du sie nicht?

 

 

 

 

 

 

*Rev. Stephens Brackens Brinkley ist ein in San Diego arbeitender Advokat und Menschenrechtsaktivist für unbewaffnetes zivilisiertes Leben unter dem bewaffneten Konflikt. Er stellte dieses Gedicht dem PalestineChronicle.com zur Verfügung.

Quelle: Facebook Link: =867dc5f5bb&e=

 

Um eine annehmbare Übersetzung ins Deutsche hat sich Gerhilde Merz bemüht.