Palestine Update Nr. 559 – 3. Juni 2022 – Gegenstand: „Totes Meer Wächter“ – Film als Propaganda

Palestine Update Nr. 559 – 3. Juni 2022 – Gegenstand: „Totes Meer Wächter“ – Film als Propaganda 

Meinung

Widerstand der Palästinenser definiert durch ihren Willen, die Freiheit zu verteidigen

Wenn ein israelischer Verteidigungsminister Indien besucht, gibt es Troubles für indische Andersdenkende. Denn: das vorrangige Ziel für eine Zusammenarbeit zwischen Israel und Indien ist die Unterwerfung von Gerechtigkeits-Bewegungen. Israels Verteidigungsminister behauptet, dass beide Länder ähnlichen Herausforderungen gegenüberstehen, einschließlich der von Terrorismus. Keine Seite will zugeben, dass sie sich damit beschäftigt, Kämpfe auszufechten, um sich selbst zu bestätigen. Der Besuch von Gantz versucht, den militärisch-industriellen Komplex auf beiden Seiten einzuwurzeln und militärische Kapazitäten zu stärken, deren Anliegen es ist, Befreiungskämpfe zu verhindern. 

Beide, Israel und Indien wissen sehr gut, dass es einen anderen Weg zum Frieden gibt als militärische Unterdrückung. Aber beide Seiten haben ihren Profit in den mehr als 30 Jahren der Sicherheitsbeziehungen gesehen. Indien will mehr und mehr in militärische Hardware zu einer Zeit investieren, wenn es sich noch verkorkste Bewaffnung leisten kann. Der Gewinn von Frieden könnte Programme fördern, die das Volk von Armut und Hunger erlösen könnten. Er will keinen Krieg herbeiführen. Indiens anwachsende Millionen, die in absoluter Armut leben, wollen nicht Bomben zum Frühstück essen. Sie brauchen Nahrung, Bekleidung, Wohnung, Arbeitsplätze, Bildung und dergleichen. Der militärisch-industrielle Komplex tutet nach zwei Richtungen und möchte die Dollars haben, mit denen sie sich einen Weg zur Bank genehmigen können.

Daher haben die Palästinenser 17 Jahre lang die internationale Gemeinschaft gedrängt, dem Weg zu folgen, die brutalen Wege von Israels rassistisch-kolonialem Projekt zu konfrontieren. Die Palästinenser wünschen sich Boykott, Divestment und Sanktionen (= BDS), die Israel veranlassen, seine militärische Besetzung zu beenden, seine Apartheid-Gesetze zurück-zunehmen, und palästinensischen Flüchtlingen eine Rückkehr in ihre Heimat zu gestatten. Im Feld ausprobierte Waffen rund um die Welt zu versenden und mit mörderischen Waffen zu handeln ist nicht der Weg zu Gerechtigkeit und Frieden. Dieses wird eines Tages einen Bumerang-Effekt auf jene ausüben, die Waffen benutzen und missbrauchen. In Indien wie auch in Israel benutzen die Regierenden die Medien, um die Wahrheit zu verfälschen. Journalisten werden in Arrest geschickt, bedroht und terrorisiert; man schießt auf sie, sie werden verbal und körperlich angegriffen. Die Wahrheit hat ihren eigenen Weg, andere Pfade zu benutzen. Die sozialen Medien sind in Informationsblöcke eingedrungen, wie es ihnen bei Medien im Mainstream nicht erlaubt werden würde.  

Inzwischen bestätigen die Palästinenser ihre Überzeugung und ihre Entscheidung: „Die Palästinenser sitzen nicht herum und warten auf ihr Recht auf Protest durch Israel, oder ihr 

Recht, ihre Heimat zu verteidigen, oder ihr Recht, gegen Israels Apartheid-System anzu-kämpfen. Sie handeln, weil ihr Leben und ihre Freiheit davon abhängen. Für jene von uns, die im Herzen des Imperiums leben, das Israels Apartheid-System aktiv ermöglicht, die wahre internationale Solidarität zeigen wollen, müssen wir die gleiche Spannkraft zeigen.“

Bitte, liebe Leser, lest diese Berichte und verteilt sie breit in Euren Netzwerken. 

Ranjan Solomon

 

 

„Totes Meer Wächter“ – Film als Propaganda

Israel hat ein internationales Programm der Propaganda, um „Legitimität“ zu gewinnen und seine brutale Unterdrückung der Palästinenser zu „normalisieren“.  „Doc Edge“ wurde Teil dieses Propaganda-Zuges.

 „Dead Sea Guardians“ – der Film, den die israelische Botschaft im ‚Doc Edge Festival‘ sponsert – gibt an, sich auf ein Schwimmen über das Tote Meer zu zentrieren „vom Jordan nach Israel“, aber in Wirklichkeit ist es ein Schwimmen „vom Jordan zu den besetzten palästinensischen Gebieten“. (Kalia Beach, wo das Schwimmen sein Ziel hat, liegt in der besetzten Westbank – einem Teil der Besetzten Palästinensischen Gebiete).

Die „Besetzten Palästinensischen Gebiete“ sollten ein Teil eines Staates Palästina werden, aber Israel hat dieses verhindert durch den Bau von hunderten illegalen Siedlungen „nur für Juden“ quer über das ganze Gebiet und brachte damit 600.000 israelische Siedler ins Land. Jetzt behaupten sie, es sei ein Teil von Israel. 

Das ist ein zusätzlicher Grund, das Festival zu boykottieren.

  Wir haben dieses gegenüber der Festival-Patronin und früherer Premierministerin Helen Clark betont, die dieses Thema von Anfang an kennt. Wir erwarten von ihr, dass sie aktiv wird. 

PSNA bringt heute die Forderung an alle Filmproduzenten heraus, ihre Filme abzuziehen und an das Publikum, diesem Festival den Rücken zu kehren.

 

John Minto

Nationaler Vorsitzender des

Palestine Solidarity Network Aotearoa (= PSNA)