PU 547, Global Resistance is the Path of People with Moral Courage

PU 547, Global Resistance is the Path of People with Moral Courage

 

Globaler Widerstand ist der Weg für Leute mit moralischem Mut

Kommentar

 

Es gibt eine Frage, die in den Korridoren fortschrittlicher Kirchen und anderer auf Glauben gegründeter Bewegungen, bei radikalen Intellektuellen, Gewerkschaften, Jugendbewegungen, Künstlern und politischen Analytikern aus den linken Lagern schallt. Die Frage lautet: „Wann wird Palästina frei sein?“ Die Antwort auf diese Frage bläst mit dem Wind (Anm. der Über-setzerin: LeserInnen mögen sich an das Lied erinnern ‚The answer – my dear – is blowing in the wind‘; daran erinnert Ranjan.) Aber sie bläst stärker mit jedem vergehenden Tag. Was anfangs nur ein ‚Huscher‘ gewesen war, entwickelt sich zu einem ‚Duscher‘ in den Straßen rund um die Erde. Die Menschenansammlungen an zahlreichen Orten werden größer und häufiger. Leute, die sich niemals auch nur mit der Frage von Palästina beschäftigt haben, als würden sie darauf eine Antwort verdienen, stellen die Frage nun in ihrem akademischen und Arbeitsumfeld. Es ist ein Diskurs, der ebenso viel an Debatte verursacht wie er Einstimmigkeit schafft, dass diese scheußliche israelische, rassistisch-koloniale Okkupation enden muss. Diejenigen, die den Widerstand gutheißen, sind Teil der Schlacht, sogar, wenn sie geographisch weit weg sind vom Schauplatz des Kampfes.

 

Gerade vor 30 Jahren kam die Apartheid in Südafrika zu einem abrupten Stillstand nach einem verlängerten globalen Kampf. Dieser Kampf enthielt bewaffneten Widerstand durch die südafrikanische Widerstandsbewegung, weltweiten Widerstand durch Anwaltschaft und Lobbying, eine bewegte Boykott-Divestment-Sanctions-Bewegung (BDS) und inneren Konflikt und Konfrontation zwischen der Regierung und Anti-Apartheid-Aktivisten. Auch die Apartheid durch Israel über die Palästinenser braucht Widerstandsmuster, die stark auftreten – sogar militant. Sie müssen identisch sein mit den Kämpfen gegen den Kolonialismus in den frühen 50ern, als politische Rebellen ihre Länder unregierbar machten. Die Kolonisatoren flohen oft in Angst. Die Mau-Mau-Bewegung ist ein Beispiel für Freiheitssuchende, die Unabhängigkeit von ihren kolonialen Herrschern forderten. Ein anderes Beispiel war der Unabhängigkeitskampf in Indien. Es gibt auch andere Beispiele, wie Kolonisatoren gezwungen wurden, Reißaus zu nehmen, weil der Widerstand eben so stark war.

 

Wir lesen von mehr und mehr Vorfällen von Waghalsigkeit und Kühnheit zur   

Herausforderung von Israels gefühlloser Machtausübung, selbst unter Lebensgefahr und 

Verletzung oder Gefängnis. Tausende haben bis jetzt ihr Leben verloren, noch viel mehr 

wurden in Bann getan, und tausende haben sehr lange Perioden im in Haft verbracht. Aber der 

Geist des ‚Sumud‘ (= Standhaftigkeit) ist unnachgiebig gegenüber der Ausrichtung der Unter-

drückung. Palästinensische Jugendliche, Frauen, Männer und Kinder fordern die Sicherheits-

kräfte mit kreativem und direktem Gezank heraus. Israel ist in einer Art von Unordnung,selbst 

wenn es militärisch die ‚Kurve kratzt‘. Ein militärisches Kontingent kann seinen Willen 

aufzwingen, über nur für eine bestimmte Zeit. Aber beim Kampf der Palästinenser ging es 

immer um einen gerechten Frieden. „Frieden ist nicht die Abwesenheit von Krieg; er ist eine 

Tugend, ein Geisteszustand, eine Disposition von gutem Willen, Vertrauen und Gerechtig-

keit.“  (Spinoza, Theologisch-politische Abhandlung, 1670)

 

Israel ist keine „Partei“, die diese tiefgründige Wahrheit verstehen will. Anscheinend glaubt 

es, einschreiten und Kontrolle durch Gewalt und militärische Überlegenheit ausüben zu

können, Das erklärt den unnachgiebigen Widerstand, der sich in der Botschaft ausdrückt:

 

„Macht teilt nicht freiwillig mit Macht; sie tut das nur unter Druck“. Den palästinensischen Widerstand muss globaler Widerstand begleiten, um die militärische Okkupation durch Israel in einer Zeitspanne zu Ende zu bringen, in der das Leiden minimalisiert werden kann. 

 

Es folgt eine Illustration von bestimmtem Wert, wo Palästinenser dargestellt werden, die ruhig und gewaltlos auf eine Begegnung mit bewaffneten Soldaten zugehen. Das Youtube hat den Titel: „Mutige Palästinenser gehen zum Jumu’ah Gebet in die Al Aqsa im Angesicht der israelischen Armee

Dieses YouTube muss man anschauen !! https://youtu.be/OPENYuBF_k 

(Bild: Einige andächtige waffenlose Beter schreiten furchtlos auf bewaffnetes Militär zu) 

Während man den Palästinensern ihren moralischen Mut ansieht, verstecken sich die Soldaten  feig und mit der Absicht zu töten hinter ihren vorgehaltenen schweren Waffen.

 

Und wir können zuversichtlich erklären: „Die Apartheid wird zu Ende gehen. Sie muss, sie wird!“

 

Ranjan Solomon

 

 

‚Auf jeden Fall notwendig´ – Demo unterstützt palästinensischen Widerstand

Von Richie Merino

Am 20. April marschierten hunderte Protestierende durch die Straßen der Innenstadt von Manhattan als Unterstützung des palästinensischen Freiheitskampfes. Sie demonstrierten gegen die zionistischen Angriffe auf die Al-Aqsa Moschee, wie auch auf die Städte und Dörfer im ganzen besetzten Palästina. Die Demonstration begann vor dem zionistischen israelischen Konsulat, als sich die Leute versammelten, um die Aktivisten von „Within Our Lifetime – United for Palestine“ (= Unser ganzes Leben lang vereint für Palästina), „Palestine Youth Movement“ (= palästinensische Jugendbewegung),  „Existence is Resistance“ (= Existenz ist Widerstand) und „Decolonize This Place“ (= Kolonisierung weg von diesem Ort) zu hören. Die SprecherInnen und die Zuhörerschaft drückten gleichermaßen ihre volle Unterstützung für den Kampf des palästinensischen Volkes zur Befreiung ihres Landes „vom Fluss bis zum Meer“ aus. Protestierende schwangen palästinensische Flaggen, sangen mit lauter Stimme Lieder der Befreiung und der Heimkehr und trugen Banner mit den Aufschriften „Globalisiert die Intifada“, „Ehret die Märtyrer für Palästina“ und „Wir wollen  Palästina innerhalb unserer Lebenszeit befreien“ (= „Honor the Martyrs of Palestine“ ist zu sehen als Bild) – We will Free Palestine within our Lifetime). Die Demonstration fand viel Applaus, Pfiffe und Schulterklopfen durch Vorübergehende in den Straßen und zuletzt an ihrem Ende an den öffentlichen Plätzen der 59. Straße und der Fifth Avenue.  

 

Während Zeiten zunehmender israelischer Aggression ist eine lärmende Verteidigung und Unterstützung des palästinensischen Widerstands auf jede mögliche Art gefordert. Zionistische Versuche zur Schwächung des kollektiven palästinensischen Geistes und zur Unterminierung der öffentlichen Unterstützung und des Glaubens an Palästina schlagen fehl, wenn sie auf die Solidarität mit dem palästinensischen Widerstand stoßen. Wir Marschierenden bestätigen, dass wir standhaft bleiben in unserer Entscheidung, Palästina zu befreien – einschließlich der 4.500 PalästinenserInnen, die für ihre Führung im Befreiungs-kampf eingesperrt sind.

 

Wir fordern: Beendet alle Hilfe der USA für den rassistischen Staat Israel! Befreit alle inhaftierten ArbeiterInnen, die gegen die Kräfte des Zionismus kämpfen! Wir versichern: Stärke und Sieg für den Widerstand! Palästina wird frei sein vom Fluss bis zum Meer!

(Quelle) 

 

Quds, Al-Aqsa Moschee sind rote Linien für die Islamische Ummah*): OIC

 

Die Organisation der Islamischen Kooperation (OIC) hat ihre Verpflichtung und Unterstützung für das Recht des Palästinensischen Volkes zu Souveränität über sein besetztes Land neuerlich bestätigt. Die Mitgliedstaaten der Organisation der Islamischen Kooperation (OIC) haben heute, Montag (Anm. d. Übersetzerin: möglicherweise 25. April) ein Sonder-treffen in Jeddah abgehalten, und die Mitgliedstaaten forderten koordinierte Anstrengungen zur Verteidigung von Quds und seinen heiligen Plätzen gegen die Verbrechen, die von den israelischen Besetzern begangen werden. 

 

Die Mitgliedsstaaten betonten, dass das Heilige Jerusalem (= Quds) und die Al-Aqsa-Moschee für die islamische Ummah eine rote Linie ist, und ohne es von der Besetzung durch das zionistische israelische Regime können Sicherheit und Stabilität in der Region nicht erreicht werden. Die Aggression der israelischen Besetzer gegenüber dem palästinensischen Volk, speziell in der Altstadt von Quds und die illegalen Aktionen des zionistischen Regimes     in der Altstadt mit dem Ziel, volle Kontrolle darüber zu erhalten und zu versuchen, die historische und legale Situation von Quds und der Al-Aqsa-Moschee zu verändern, wurden verurteilt. 

 

In der Stellungnahme sagten die OIC-Mitgliedstaaten, dass das zionistische Regime Israels für jede Konsequenz der Aggression und der illegalen Aktionen der Besatzer in Quds einschließlich des Versuches, die Al-Aqsa-Moschee zu teilen, zur Rechenschaft gezogen werden müssen und forderten ein sofortiges Ende der gefährlichen und illegitimen Aktionen. Mittlerweile bestätigte der Generalsekretär der OIC, Hissein Brahim Taha, während der Eröffnungszeremonie zur heutigen Sitzung, die totale Verpflichtung der OIC und Unter-stützung des Rechtes des palästinensischen Volkes auf Souveränität über ihr besetztes Land.

Er unterstrich auch die religiöse und spirituelle Mittelpunktslage der Stadt und die ewige Verbundenheit der Muslime in der ganzen Welt mit der gesegneten Al-Aqsa-Moschee.

(Quelle)

*) Ummah ist eine Gemeinschaft ähnlich wie ein Volk oder eine Nation – geht über den Rahmen eines Stammes oder Clans hinaus. 

Hier: religiös fundierte (muslimische) Gemeinschaft 

 

Die Menschenrechte der Palästinenser sind nicht verkäuflich.

Das Apartheid-Israel hat absolut klar gemacht, dass wir – weil es uns nicht total loswerden kann – für immer seine untergeordneten unterworfenen Kolonisten werden müssen. Die Mehrheit der israelischen Juden unterstützt die völker-vernichtende Politik ihrer Regierung, weil sie als Zionisten in einem jüdischen Herrschaftsstaat leben und indoktriniert worden sind zu glauben, dass ihnen gewisse Privilegien zustehen, die den „Goyim“ verweigert werden müssen, die zufällig die Urbevölkerung des Landes sind. Um diese rassistische Ideologie durchzusetzen, war die Lösung die ethnische Säuberung von 1948. Und 1967 wurde die Kombination von Kolonisation und militärischer Okkupation die einzige Option. Der Kommandant der israelischen Streitkräfte in der Westbank hatte das zu sagen, sobald es den israelischen Okkupationskräften gelang, das zu besetzen, was von Palästina übriggeblieben war. „Alle Autorität der Regierung, der Legislation, Stellenbesetzung und Administration, die bisher zu dem Gebiet oder seinen Bewohnern gehört hatte, wird ab jetzt exklusiv in meinen Händen sein und wird nur von mir oder einer durch mich ernannten Person durchgeführt werden oder von einer von mir dafür ernannten und in meinem Namen handelnden Person!“

 

Kein Wunder, dass fast alle wichtigen Haupt-Organisationen für Menschenrechte, einschließ-lich des Menschenrechtsrates der UNO und der hochgeschätzten International Human Rights Clinic der Harvard Law School letztlich zu dem Schluss gekommen waren, dass Israel ein Apartheid-Staat ist.  

 

Israelische Apartheid ist innerhalb dieses Kontexts ein beschönigendes Wort, wenn man damit ein vielschichtiges Unterdrückungsregime bezeichnet, eines, das die Menschenwürde der Kolonisierten, nämlich eingeborener Palästinenser verweigert. Aber in Gaza und in Jenin 

weigern wir uns, wie die Schafe zu Israels Todesräumen zu marschieren. Wir sind nicht wie normalisierende arabische Führer, die ihren unterlegenen Status akzeptiert haben, weil sie sich weigern, ihre Unterdrückung als Ungerechtigkeit anzuerkennen, statt sie als die natürliche Ordnung zu akzeptieren. 

 

In Jerusalem, Gaza und anderen Teilen des historischen Palästina haben wir absolut klar gemacht, dass wir das siedler-koloniale Apartheid-Regime bekämpfen werden, das zwischen dem Fluss Jordan und dem Mittelmeer besteht. Dieses ist ein Regime, dem es gelungen ist, mit Erfolg eine nicht-demokratische staatliche Realität am Boden zu schaffen dank der Nakba von 1967 und dem verheerenden Abkommen von Oslo 1993. Wir glauben fest, dass es unser Recht ist zu verlangen, dass die internationale Gemeinschaft unseren Kampf um Gerechtigkeit und Freiheit unterstützt, ebenso wie sie den Widerstand der Ukraine gegen die russische Invasion unterstützt.

(Quelle) 

 

„Palästinensisch-amerikanische Produzentin bei Netflix beschreibt Israel als einen rassistisch-kolonialen Staat, der Apartheid praktiziert“

Hala Gabriel, palästinensische Amerikanerin in der Exekutive der Produktions-finanzierung der amerikanischen TV- und Filmproduktionsgesellschaft (Netflix) beschreibt Israel als einen rassistisch kolonialen Staat, der Apartheid praktiziert. 

(Bild: Ansicht von einem Teil von Jerusalem mit dominierender Trennmauer)

 

„Die Gefahren liegen bei der Unterstützung einer gewalttätigen, rassistisch-kolonialen Apartheid, die vom zionistischen Staat Israel praktiziert wird unter der Angabe und der Behauptung, dass Russen und Europäer schon vor tausenden von Jahren in Palästina präsent gewesen sein könnten. Das ist beleidigend im besten Fall und kriminell im schlimmsten“, schrieb sie auf Twitter. 

 

In einem anderen Twitter sagt Gabriel, dass „Israel gegründet worden sei über Genociden und deren Verschleierung und Verdrehung der Fakten. Sie fahren bis heute fort mit der Verletzung der Menschenrechte der Palästinenser in vielen Formen. Amnesty (AI) definiert Israel als praktizierende Apartheid.“ Zusätzlich zu ihrer Stellung bei Netflix ist Gabriel Produktions-Supervisorin und verantwortlich für etliche wichtige Studios in Los Angeles und Kalifornien. Sie ist auch Direktorin und Produzentin einer unabhängigen Dokumentation   namens „One Night at Tantura“, einem Film über das Massaker, das im palästinensischen Dorf Tantura während der Nakba (= Katastrophe) 1948 stattgefunden hat. 

(Quelle) 

 

Palästinensischer Farmer findet 4.500 Jahre alte Statue einer Göttin im Gazastreifen

Aus Kalkstein etwa um 2500 v.Chr. gearbeitet ist die 22 cm große Skulptur, die von einem Bauern bei der Arbeit auf seinem Grundstück in Khan Younis gefunden wurde. 

 

Ein palästinensischer Bauer hat eine seltene, 4.500 Jahre alte steinerne Skulptur während der Arbeit auf seinem Land im südlichen belagerten Gazastreifen gefunden. Behörden der Hamas verkündeten am Montag, dass man annimmt, dass das 22 cm große Köpfchen aus Kalkstein die kanaanitische Göttin Anat darstellt, und dass diese Skulptur um etwa 2.500 v.Chr. her-gestellt worden sei. „Anat war die Göttin der Liebe, der Schönheit und des Krieges in der kanaanitischen Mythologie“, sagte Jamal Abu Rida, der Direktor der Tourismus- und Antiquitäten-Ministeriums, in seiner Stellungnahme. Gaza, eine schmale Enklave am Mittelmeer, bietet reiche Funde an Antiquitäten und archeologisch interessanten Plätzen, war es doch eine wichtige Landverbindung zwischen den alten Zivilisationen in Ägypten, der Levante und Mesopotamien.

 

Aber entdeckte Antiquitäten verschwinden häufig, und Entwicklungsprojekten wird die Priorität gegeben gegenüber der Erhaltung von archeologisch wichtigen Plätzen, weil in den wachsenden Städten im engverbauten Gebiet inzwischen Platz sein muss für 2,3 Millionen Menschen. Das Fundstück war das letzte in Gaza, wo auch der Tourismus zu archeologisch

interessanten Plätzen begrenzt ist durch eine israelische Blockade, die besteht, seitdem Hamas die Enklave 2007 übernommen hat. Im Februar d.J. haben Arbeiter an einer Baustelle im Norden von Gaza 31 Gräber aus der Römerzeit gefunden, die man dem ersten nach-christlichen Jahrhundert zuschreibt. Im Jänner machte Hamas die Reste einer byzantischen Kirche aus dem 5. Jhdt n.Chr. zugänglich; jahrelang war man um deren Restaurierung mit der Hilfe ausländischer Geldgeber beschäftigt gewesen. 

(Quelle)

 

(Übersetzung Gerhilde Merz)