PU 574 – Isoliert den Unterdrücker, 18. Juli 202

Isoliert den Unterdrücker

Meinung

 

In dieser Ausgabe von Palestine Updates teilen wir die Dringlichkeiten des palästinensischen Volkes und bringen mehr über ihre Partner und für deren Solidarität, für eine Beendigung der Leiden, der Ausschließung und für einen dauernden Weg nach vorn auf einen gerechten Frieden hin. 

 

Bischöfe aus Neuseeland, die erkennen, dass die „Unruhen, das Blutvergießen und die Angst“ im Heiligen Land wieder einmal bekräftigen, dass „keine noch so große Unterdrückung, Okkupation oder militärische Kraft den Wunsch des Volkes, in Würde und Freiheit in ihrer Heimat zu leben, beeinträchtigen können. Sie bestätigen auch das Recht des palästinensischen Volkes, „Würde und Freiheit durch die Errichtung eines unabhängigen Staates zu finden, der ihnen sicher nicht mehr länger vorenthalten werden kann.“

 

Auf der anderen Seite des Globus bringen Solidaritätsgruppen und soziale Organisationen in Uruguay am 30. Mai die Kampagne  !URUGUAY, GEH NICHT! zu Stande, um AUF (möglicherweise Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Freiheitlicher oder Ähnliches) und das Nationale Fußballteam der Männer aufzufordern, die Einladung des Staates Israel NICHT anzunehmen, Gastgeber der Schlussphase der Vorbereitung für den Weltcup zu sein und/oder 

auf dem Weg nach Qatar ein Freundschaftsspiel mit dem israelischen Nationalteam zu spielen.

 

Und in Palästina lesen wir von einer böswilligen und schlimmenn israelischen Entscheidung, durch die von israelische Behörden erwartet wird, dass sie eine 97seitige Order herausbringen, genannt „Procedere für Einreise und Wohnen für Ausländer im Gebiet von  Judäa und Samaria, wodurch das israelische Verteidigungsministerium und also auch das Militär die absolute Macht bekäme zu bestimmen, wie viele und welche ausländischen Akademiker und Studenten alle 15 palästinensischen Universitäten und Höheren Schulen in der Westbank besuchen oder dort arbeiten dürfen. Die palästinensischen Universitäten stehen auch einem anderen Angriff gegenüber. Weil sie daran arbeiten, etwas zu versuchen und zu erhalten, das wenigstens ein wenig akademischem Leben unter dem brutalen Apartheidregime ähnelt, verdienen sie unsere Solidarität – nicht Versuche von privilegierten akademischen Institutionen, ihre eigene Reputation zu retten. Das ist verderblich und beklagenswert. Die internationale Gemeinschaft muss sich jetzt stark machen und ihren Boykott des israelischen Regimes intensiveren in einer Art, die ihren Stand in der internationalen Gemeinschaft nicht schwer schädigt. Israel muss behandelt werden wie ein Einsiedler, der nicht dazu passt, Teil einer Welt der kulturellen Koexistenz zu sein. Israels böswillige Wege dürfen auf keinen Fall ignoriert werden. Die Isolierung Israels muss vollständig und total sein – nicht nur finanzielle Isolierung. Und zwar in Arenen, die es sozial einsam macht. Mit Israel sollte es keinen Austausch in Sport, Kunst und Kultur geben, in der Akademie, im Geschäft und in jeder anderen Form von Beziehung.

 

Das ist die Botschaft der Berichte, die Sie nachstehend finden. Bitte, lesen, verteilen und weithin in Bewegung setzen. 

 

In Solidarität

Ranjan Solomon

 

Bischöfe aus Neuseeland fordern dringend Aktion, um dem Leiden der PalästinenserInnen im Heiligen Land ein Ende zu setzen

 

Sagend, dass sie Angst hätten, dass das Heilige Land weiterhin in „Unruhe, Blutvergießen

und Furcht“ versinken würde, treibt die katholischen Bischöfe von Neuseeland, nach einer neuen Anstrengung zu suchen, um einen nachhaltigen Frieden für „gewöhnliche Völker von Palästina“ zu erzielen und für andere, die in diesem gestressten Land leben. In einer Stellung-nahme am 13. Juli drückten die Bischöfe ihre tiefe Sorge für die Palästinenser aus, die seit Jahrzehnten „auf den Status von Flüchtlingen in ihrer eigenen Heimat reduziert worden waren“. „Versuche, einen dauerhaften Frieden im Heiligen Land zu finden, der Sicherheit für PalästinenserInnen und die gewöhnlichen (= alle) Leute in Israel bieten würde, blieben erfolglos, nach dem Gefühl: für immer“, sagten die Bischöfe. „Obwohl es zu Zeiten den guten Willen gegeben hat, wurde das nicht zu einem dauerhaften Weg vorwärts“.

(Bild: Verzweiflung im Bauernland und mit Sturm)

 

Die Feststellung, dass der seit langem gewälzte Vorschlag für eine „Zweistaatenlösung“, in der ein unabhängiges Palästina neben Israel existieren könne, „bleibt nur ein … Konzept.“

Die Bischöfe jammerten, dass „illegale Siedlungen auf palästinensischem Land in der Westbank“ weiterhin gebaut würden. Sie merkten an, dass das Völkerrecht gefordert hatte, dass die Westbank, die Israel seit dem arabisch-israelischen Krieg von 1967 besetzt hielt, den Palästinensern als „das Herzensland für ihren eigenen Staat“ zurückgegeben werden müsse.“

 

Die Bischöfe wiesen auch hin auf die oftmals kundgetane Betroffenheit von Papst Franziskus, dass der Fortschritt fehle beim Wiederaufbau von Vertrauen und Überwindung von Hass und Groll, womit Frieden realisiert werden könne zwischen Israel und Palästina, sodass die beiden Staaten Seite an Seite existieren könnten. „Die katholischen Bischöfe von Aotearoa – Neuseeland unterstützen Papst Franziskus bei diesem Aufruf. Der Konflikt im Heiligen Land 

darf nicht weitergehen ohne ernsthafte Bewegungen hin zum Herausfinden einer gerechten und friedlichen Lösung für die Völker von Israel und Palästina, aber ganz besonders für die Palästinenser, deren lange Jahre der Unruhe, der Okkupation und Blockade (wie in Gaza) und der Verarmung ein Blitzlicht sind auf die Region, und tatsächlich auf die Menschenwürde,“

sagten die Bischöfe. 

 

Zusätzlich sagten die Bischöfe, sie stimmen überein mit der Aufforderung des Papstes nach einer lebhafteren Anstrengung bei der internationalen Gemeinschaft, „den Dialog neu zu beleben, um eine Zweistaatenlösung zu erreichen“, wie auch, um Jerusalems Identität als der des heiligen Ortes für Christen, Muslime und Juden bereit zu halten. Katholiken können „mehr tun“, um zu einem solchen Dialog zu ermutigen, sagten sie und drückten ihre Unter-stützung aus, „nicht nur für den Frieden, sondern für eine weiterlaufende christliche Gegenwart in Jerusalem.“

 

Die Bischöfe drängten auch die Regierung von Neuseeland, Unterstützung zu fordern und aufzubauen für die Führer der Welt, um einander zu treffen und miteinander „Wege zu diskutieren, „um einen dauernden gerechten Frieden für Israel und Palästina zu bringen“.

In der Rückschau auf die Stellungnahme von 2002 über den israelisch/palästinensischen Konflikt, in der sie geschrieben hatten, „keinerlei Unterdrückung, Okkupation oder militärischer Macht kann den Wunsch eines Volkes eindämmen, mit Würde und Freiheit in seiner Heimat zu leben“, drückten die Bischöfe traurig aus, dass sich in zwei Jahrzehnten wenig verändert hat. In jener Stellungnahme hatten die Bischöfe das Recht des palästinen-sischen Volkes bestätigt, „dass ihm Würde und Freiheit durch die Errichtung eines unabhängigen Staates ihm sicherlich nicht länger verweigert werden könne … Seine Freiheit wird auch die Freiheit von Israel sein – Freiheit von Angst, und die Gelegenheit, sich von einem Konflikt, der den Staat Israel seit seiner Geburt verfolgt hatte, wegzubewegen. Gerechtigkeit wird beide Völker mit Frieden segnen“, sagte die Stellungnahme von 2002 aus.

 

Die Bischöfe beendeten ihre jüngste Stellungnahme mit: „Es ist eine Sache von schreck-lichem Kummer, dass wenig passiert ist, um aus dem Konflikt in den 20 Jahren voran zu schreiten, seit wir das geschrieben haben, und unsere damals niedergeschriebenen Worte müssen daher heute wiederholt werden.“

(Quelle)

 

! URUQUAY, GEH NICHT! – Ein Aufruf aus Uruquay

Abgedruckt ist ein Plakat, wo zwischen zwei Bildern von toten Fußballern folgender Text zu lesen ist: 

 

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Al Khader Sports Club an das nationale Fußballteam von Uruguay:

                            

BITTE, TRAINIERT NICHT, WO ISRAELISCHE SOLDATEN

TRAINIEREN, UM PALÄSTINENSER ZU TÖTEN

 

Wir schreiben euch aus dem AI Khader Sports Club im besetzten palästinensischen Gebiet. Wir schreiben diesen Brief schweren Herzens, aber auch voll Hoffnung und Entschluss. Wir trauern um unseren zweiten Spieler, der in weniger als zwei Monaten von israelischen Soldaten getötet wurde. 

Wir sind guter Hoffnung, dass Ihr unseren Aufruf bewahren und der zynischen Einladung von Apartheid-Israel nicht folgen werdet, zu Eurer Trainingsrunde vor dem Welt-Cup einzuladen.

 

Solidaritätsgruppen und soziale Organisationen führten am 30. Mai die Kampagne „Uruquay, geht nicht!“ durch, um die AUF und das nationale Männer-Fußballteam zu bitten, die Einladung des Staates Israel NICHT zu akzeptieren, um in diesem Land die Schlussphase der Vorbereitungen für den Weltcup und/oder ein Freundschaftsspiel mit dem israelischen Nationalteam auf dem Wege nach Qatar auszuführen.  

 

Am 2. Juni folgte die „Coordination for Palestine“-Koalition im Hauptquartier von AUF einen Brief aus, der von mehr als 20 sozialen Organisationen unterzeichnet war, um diese Forderung zu umschreiben. Am 12. Juni wurde als Antwort eine Petition verteilt, die Sie zu unterschreiben und weiter zu verteilen eingeladen sind: https://chng.it/wtmHhcrfJ7 

 

„Gebt Euch nicht her, um die Verbrechen des israelischen Regimes gegen das palästinensische Volk und seinen Fußball weißzuwaschen, und seid keine Komplizen der israelischen Apartheid mit Eurem Besuch. Helft uns, sie zu isolieren und zu sanktionieren, wie es die internationale Gemeinschaft mit der südafrikanischen Apartheid getan hat – bis zu deren Fall. Lasst uns Israels 7 Jahrzehnte lange koloniale Okkupation und Straflosigkeit und die systematischen und strukturellen Verletzungen der menschlichen und kollektiven Rechte des palästinensischen Volkes, seiner Athleten und Fußballer stoppen.

 

Ein Brief ging an das Fußballteam von Uruquay: „Trainiert nicht, wo israelische Soldaten trainieren, um Palästinenser zu töten“.

 

Lieber Ignacio Alonso, liebe Nationalteamspieler von Uruguay, Management und Angestellte!

Wir schreiben an Euch aus dem AI Khader Sports Club im besetzten palästinensischen Gebiet. Wir schreiben diesen Brief schweren Herzens, aber erfüllt von Hoffnung und Ent-schlossenheit.

 

Wir trauern um unseren zweiten Spieler, der innerhalb von zwei Monaten von israelischen Soldaten angeschossen und getötet wurde. Wir sind voll Hoffnung, dass Ihr unseren Ruf schätzen und nicht der zynischen Einladung des Apartheid-Israels folgen werdet, Gastgeber zu sein für Eure Trainingszeit vor dem Weltcup. 

 

Am 11. April haben israelische Soldaten unseren Verteidiger, den 19jährigen Spieler Mohammad Ghneim erschossen. Wir hatten noch nicht angefangen, uns von diesem tragischen Verlust für unser Team und für die Gemeinschaft zu erholen, als am 27. Mai israelische Soldaten einen anderen unserer Spieler, Zaid Ghneim, erschossen. Er war erst 14 Jahre alt – ein Kind. Beide – Zaid und Mohammad – wurden von israelischen Soldaten während eines Streifzugs durch unsere Stadt, Al Khader nahe Bethlehem, in den Rücken geschossen. 

 

Alle unsere Spieler, und Millionen Palästinenser, wachsen unter der brutalen Unterdrückung durch Israels Apartheid-Regime auf, wenn sie überhaupt das Glück haben aufzuwachsen. Bereits seit Beginn dieses Jahres tötete Israel 11 palästinensische Kinder nach Angabe von Defence for Children International.  

 

Leider ist die Erfahrung unseres Teams kaum einmalig. Die ‚Football Stars Academy‘ beklagt den Verlust des 18jährigen Thaer Yazouri, dessen Leben durch eine israelische Kugel vor zwei Wochen in der palästinensischen Stadt Al-Bireh, nahe der illegalen israelischen Siedlung Psagot abgekürzt wurde. Im vergangenen Jahr verlor Balata FC den vielversprechenden Spieler Saeed Odeh (16), der davon geträumt hatte, für das palästinensische Nationalteam zu spielen. Auch Saeed wurde von israelischen Soldaten niedergeschossen und getötet. Als PalästinenserInnen können wir nicht einmal trauern, ohne dass die Gewalt der israelischen Apartheid sich zum Schmerz bei unseren Begräbnissen hinzugesellt. Die Welt drückte ihre Empörung aus, als israelische Streitkräfte töteten und dann die Sargträger und Leidtragenden brutal zusammenschlugen beim Begräbnis der sehr geachteten palästinensischen Journalistin Shireen Abu Akleh, einem Akt der Brutalität, der von Katholiken und anderen christlichen Führern in Palästina verurteilt wurde. Sie wurde am gleichen Tag ermordet wie Thaer Yazouri. …  Zumindest brauchen wir gefeierte Teams wie Uruguay, um Israel nicht eine goldene Möglichkeit zu eröffnen, ihr Apartheid-Regime mit Sport rein zu waschen. 

 

Israel lädt Uruguay für ein Training vor dem Weltcup genau aus dem Grund ein, sich selbst die Bedeckung seiner Notwendigkeit zu geben, seine Soldaten für die Ermordung und Verstümmelung junger Palästinenser zu trainieren, einschließlich von Fußballern.

 

Wir können und wollen nicht still bleiben. Wir haben uns ausgesprochen gegen das Match, das von der Argentina Football Association mit dem Apartheid-Israel geplant war – mit Mohammad in unseren Herzen. Die Neuigkeit, dass das Match nicht stattfinden wird, gab nicht nur unserem Club Hoffnung, sondern unserer ganzen Stadt. Jetzt, wo uns Zaid und Mohammad am Herzen liegen, fordern wir Uruguay auf, anderswo zu trainieren und damit, dass sie das tun, mitzuhelfen, dass Israel daran gehindert wird, das Leben und die Träume junger palästinensischer Spieler fortzusetzen. Ein Team wie Uruguay wird andere Angebote haben für ihr Training für den Weltcup. Bitte, nehmen Sie eines dieser Angebote an und helfen Sie uns, Apartheid-Israel zu isolieren, bis es unsere Grundrechte respektiert, ebenso, wie es geschehen ist im Falle der Apartheid in Südafrika. Sie werden weit entfernt davon sein, allein zu bleiben. Eine unvorhersehbare Anzahl von aktiven Fußballern, Teams und Athleten

stehen auf der richtigen Seite der Geschichte und weigern sich, die israelische Apartheid mit Sport weißzuwaschen.

 

Aus Liebe für unsere Team-Kollegen und für das Spiel drängen wir Sie, uns zu helfen, zu stoppen, was Amnesty International bezeichnet als Israels „systematische, ungesetzliche und willkürliche“ Ermordungen von Palästinensern und seine Behandlung von Palästinensern als einer „rassisch niedrigstehenden Gruppe“. Bitte, trainieren sie nicht, wo israelische Soldaten trainieren, um uns zu töten. Nehmen Sie die Einladung von Apartheid-Israel nicht an, Gast-geber für Ihr Training für den Weltcup zu sein. 

 

Al Khader Sport-Club

 

Sie können der Kampagne auf Sozial-Medien verfolgen: 

Facebook: Coordination for Palestine

Twitter: @NovayasUY

Instagram: Uruguay NOvayas

        

 

Die palästinensischen Universitäten sind wieder einmal „unter Attacke“ 

                 

Später in diesem Monat erwartet man von den israelischen Behörden, dass ein 97seitiger Befehl in Kraft gesetzt wird, genannt: ‚Procedere für den Eintritt und das Wohnrecht für Aus-länder im Gebiet von Judäa und Samaria (PDF)‘, das dem israelischen Verteidigungs-ministerium – und damit dem Militär die absolute Macht geben würde zu bestimmen, wie viele und welche ausländischen Akademiker und Studenten alle 15 palästinensischen Universitäten und Höheren Schulen in der Westbank besuchen, dort studieren und arbeiten können. Das „Procedere“ beschränkt die Anzahl der Bediensteten, denen die Arbeit an einer dieser 15 Universitäten und Höheren Schulen erlaubt wird, auf nicht mehr als 100 „ausgezeichnete Lektoren und Forscher“, und notiert, „dass die Bewerbung um eine Erlaubnis unter diesen Vorgaben angenommen wird, wenn die Zufriedenheit des autorisierten (militärischen) Offiziellen zeigt, dass der Lektor überzeugend zum akademischen Lernen, zur Wirtschaft des Gebietes und zur Verbesserung der regionalen Zusammenarbeit und zum Frieden beiträgt. 

 

Unter dieser neuen Ordnung werden die israelischen Behörden nicht nur bestimmen, wer an palästinensischen Universitäten lehren kann oder nicht, sondern wird auch die Zeit auf ein Semester begrenzen, während der ausländische Akademiker in der Westbank wohnen können, was sicher stellen wird, dass ausländische Professoren nicht mehr Mitglieder des akademischen Personals in irgendeiner Institution für höhere Erziehung in der Westbank werden können. Zuletzt: das Procedere wird nur bis zu 150 ausländischen Studenten in jedem ausgewählten Moment in der Westbank zu studieren erlauben, und gleichzeitig ebenso den Studienaufenthalt auf ein Semester beschränken. 

 

Israels Versuch, totale Kontrolle über palästinensische Universitäten auszuüben ist natürlich nichts Neues. Aber sein Zugriff auf die höhere Bildung in Palästina war einmal signifikant unterschiedlich. 

 

Zurück zu den frühen 1970ern, als Israels Besetzung der Westbank noch in seinen ersten Jahren stand: Damals versorgten die israelischen Behörden Palästinenser mit Erlaubnissen, in den besetzten Gebieten Universitäten einzurichten. Sicherheitsbeamte standen unter dem Eindruck, dass die Errichtung von Universitäten Israel helfen würde, die Okkupation zu normalisieren, und so palästinensische Unterstützung für die israelische Regierung zu begünstigen. Diese Politik war ein Fehlschluss. Die unter der Okkupation eingerichteten Uni-versitäten wurden rasch zu Plätzen für politische Organisierung und Mobilisierung für die Befreiung von Palästina …

 

Heute stehen palästinensische Universitäten jedoch noch einem anderen Angriff gegenüber. 

Während sie daran arbeiten, etwas zu versuchen und zu erhalten, das dem akademischem Leben unter dem brutalen Apartheidregime wenigstens ein bisschen ähnlich ist, würden sie wirkliche Solidarität verdienen – nicht Versuche von  privilegierten akademischen Institutionen, die ihre eigenen Reputationen retten wollen.    

 

(Übersetzung: Gerhilde Merz)                

 

     

 

                      

 

„Es können Zeiten kommen, in denen wir keine Macht haben,  Ungerechtigkeiten zu verhindern,

niemals aber darf es eine Zeit geben, in der wir unseren Protest aufgeben.“  R.S.